Kurz nach der Wiedereröffnung

Kult-Lokal macht dicht - ein Stück Schwabinger Lebensgefühl verschwindet

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Eine Institution in Schwabing: Der Drugstore in der Feilitzschstraße.

Traurige Gewissheit nach der Wiedereröffnung im vergangenen Jahr: Der Drugstore in der Feilitzschstraße muss seine Pforten schließen.

München - Mick Jagger, Liza Minelli und Nastassja Kinski tanzten hier ab, der spätere Taschen- und Leder-König Michael Cromer („MCM“) legte seine Platten auf. Der Drugstore hat Schwabing seit Ende der 1960er-Jahre entscheidend geprägt. Erst im vergangenen Jahr feierlich wiedereröffnet, schließt das Kult-Lokal in der Feilitzschstraße seine Pforten nun endgültig.

Offenbar droht der Schwabinger Institution die Insolvenz. Bereits seit Sonntag stehen Drugstore-Enthusiasten vor verschlossenen Türen. Am Dienstag waren die festangestellten Mitarbeiter des Kult-Lokals zu einer Besprechung geladen, in der das weitere Vorgehen thematisiert werden sollte. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Offenbar taten sich nach der Wiedereröffnung im vergangenen Jahr finanzielle Probleme auf.

Drugstore prägte das „Schwabinger Lebensgefühl“

„Es geht hier um das typische Schwabinger Lebensgefühl“, hatte Betreiber Nader Saffari noch bei der feierlichen Wiedereröffnung im Sommer 2017 die Richtung vorgegeben. Zuvor hatte sich das Kult-Lokal in der Feilitzschstraße jahrelang im Besitz seines Vaters Jahangir Saffari befunden. Offenbar waren die Gäste nach der Wiedereröffnung allerdings ausgeblieben.

Einst schwang Mick Jagger hier das Tanzbein - Nader Saffari wollte das Lokal seines Vaters neu beleben.

Dem Drugstore wurde auch in unserer Viertel-Serie über Schwabing einige Aufmerksamkeit gewidmet. Im ersten „Beatschuppen“ Deutschlands hatten einst auch Stargäste wie Mick Jagger oder Romy Schneider rauschende Feten gefeiert. Die Swinging Sixties in Schwabing sollen mit der Schließung des bei Nachtschwärmern beliebten Treffs nun endgültig der Vergangenheit angehören. 

Verhandlungen mit neuem Pächter laufen bereits

Die Brauerei Maierbräu aus Altomünster, der die Räumlichkeiten gehören, möchte das Lokal offenbar erhalten. Verhandlungen mit einem neuen Pächter sollen bereits laufen. Im selben Gebäude in der Feilitzschstraße befinden sich auch das Kleinkunsttheater Heppel & Ettlich und ein Kiosk - ihr Betrieb soll von der Drugstore-Schließung nicht betroffen sein.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing - mein Viertel“.

lks

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