Keine Unterkunft an der Belgradstraße 

Schwabing: Flüchtlinge ziehen ins Johanneskolleg

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Das Johanneskolleg in der Hiltenspergerstraße.

München - 112 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen bald ins Johanneskolleg ziehen. Der Standort an der Belgradstraße ist als Flüchtlingsunterkunft dagegen vom Tisch, hier will die Stadt bauen.

Bislang sind in Schwabing-West kaum Flüchtlinge untergebracht – das soll sich ändern. Nur im Clearinghaus der Caritas an der Hiltensbergerstraße 82a werden unbegleitete minderjährige Jugendliche betreut. 58 sind es aktuell.

Mit dem ehemaligen Johanneskolleg an der Hiltensbergerstraße 84 stellt nun die Erzdiözese München-Freising in unmittelbarer Nachbarschaft eine weitere Immobilie zur Verfügung. Hier werden Anfang November weitere bis zu 112 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einziehen.

Als dritten Standort hatte das Sozialreferat ein Grundstück an der Belgradstraße 75 bis 81 anvisiert. Hier sollten 2016 etwa 160 Asylsuchende in Wohn-Containern unterkommen. Die Gemeinschaftsunterkunft war als Zwischennutzung gedacht und für eine Dauer von fünf Jahren geplant. Dieses Vorhaben ist jedoch vorerst vom Tisch. Dies teilte der überraschte BA-Vorsitzende Walter Klein (SPD) den Schwabingern auf der Bürgerversammlung des Stadtbezirks mit. Kurzfristig habe ihn diese Meldung ereilt. Tatsächlich will die Stadt das Grundstück früher als geplant bebauen.

Dort sollen einmal Menschen ein Heim finden, die lange ohne Wohnung waren, aber durchaus in der Lage sind, zur Miete zu wohnen, allerdings wegen ihres Alters oder anderer Gründe ihren Alltag nicht mehr ohne fremde Hilfe meistern können. Die Stadt will 2017 mit dem Neubau beginnen. Bis dahin könne man sich aber durchaus eine kurzfristige Nutzung des Grundstücks vorstellen, sagte ein Sozialreferats-Sprecher Frank Boos auf Anfrage. Man überlege eine Flüchtlingsunterkunft in Modulbauweise zu errichten. Diese könnten dann schnell wieder abgebaut werden.

mdy

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