OB Reiter glücklich

Schwabinger Jugendstil-Gebäude vor Abriss gerettet - jetzt steht Haus unter Polizeischutz

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Jetzt unter Denkmalschutz: Das Jugendstil-Gebäude in der Agnesstraße darf nicht abgerissen werden.

Das Jugendstil-Gebäude in der Agnesstraße darf nicht abgerissen werden. Dafür hat nun das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege gesorgt. Sogar die Polizei wird eingeschaltet.

  • Das Jugendstil-Gebäude in der Agnesstraße steht unter Denkmalschutz.
  • OB Dieter Reiter begrüßt die Entscheidung ausdrücklich.
  • Um auf Nummer sicher zu gehen, wird das Haus unter Polizeischutz gestellt.

München - Der Abriss an der Agnesstraße ist gestoppt: Das Haus mit der Nummer 48 steht ab sofort unter Denkmalschutz. Das hat das Landesamt für Denkmalpflege entschieden. Vorsorglich steht das Haus sogar unter Polizeischutz - weil die Stadt ja beim Uhr­macherhäusl bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat…

Jugendstil-Gebäude in Schwabing unter Denkmalschutz: OB Reiter glücklich

Die Bürger können jedenfalls erst mal aufatmen. OB Dieter Reiter (61, SPD) sagte am Mittwoch: „Ich freue mich über die Entscheidung und danke dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege ausdrücklich für die schnelle und positiv abgeschlossene Prüfung. Mit dem Erhalt des Literatenhauses bleibt uns ein Stück Schwabinger Geschichte erhalten.“

Die war in Gefahr, weil ein Investor das Haus gekauft hatte. In dem über 100 Jahre alten Gebäude wohnen 15 Mietparteien, verteilt auf fünf Stockwerke. Die Mieten waren lange günstig, dafür bezahlten die Mieter Sanierungen selbst.

Jugendstil-Gebäude in Schwabing unter Denkmalschutz: Neuer Eigentümer wollte Haus abreißen

Der neue Eigentümer des Gebäudes, ein Unternehmen, beantragte zwischenzeitlich den Abbruch. Das hatte die Anwohner weiter verunsichert - sie wandten sich an die Stadtspitze, um den Abriss des vor über 100 Jahren erbauten Jugendstilgebäudes zu verhindern. Mit Erfolg!

Das Landesamt begründet seine Entscheidung, das Gebäude in die Denkmalliste einzutragen, mit der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung. Das Haus an war über viele Jahre Heimstatt für Literaten und andere Kunstschaffende. So wohnte dort etwa der Traunsteiner Autor Ludwig Leitl, der mit seinem Roman „Jakob Murr“ Bekanntheit erlangte. Auch der Professor und ehemalige Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Hans Egon Holthusen, nannte die Agnesstraße 48 sein Heim.

Der Hauptbahnhof wird runderneuert - deshalb wurde auch das legendäre Vordach abgerissen. Diana O. soll gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben. Deshalb sitzt sie in U-Haft - in einem Männerknast in München.

ska

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