1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Schwabing-West

Keine Einigung: Streit über Schwabinger Fliegerbombe geht weiter

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Masengarb

Kommentare

Münchner Fliegerbombe nach erfolgloser Entschärfung gesprengt
Schwabing 2012: Nach erfolgloser Entschärfung wurde die Fliegerbombe gesprengt © dpa / Johannes Grimm

Der Streit über die Schwabinger Fliegerbombe, die bei ihrer Sprengung im Jahr 2012 große Schäden anrichtete, schwelt weiter. Ein Vergleichs-Angebot nahmen die Parteien nicht an.

München - Am 28. August 2012 explodierte in Schwabing eine Fliegerbombe - vorsätzlich, aber dennoch mit massiven Schäden. Das juristische Nachspiel um die Folgen der Sprengung zieht sich weiter hin. Eigentlich hätte das Oberlandesgericht (OLG) heute darüber verhandeln sollen, wer für die Folgen der Schäden aufkommen muss. Doch daraus wurde nichts.

Das OLG hob den für diesen Donnerstag angesetzten Verhandlungstermin kurzfristig auf. Begründung: Immer noch hätten nicht alle Betroffenen auf einen Vergleichsvorschlag des Senats reagiert, sagte eine Sprecherin. Nun könnte am 14. Februar verhandelt werden - wenn nicht alle dem Vergleich zustimmen. Die Parteien hätten Stillschweigen darüber vereinbart, wie dieser im Detail aussieht.

Die Schwabinger Fliegerbombe erschütterte ganz München

Im August 2012 war die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe im Münchner Stadtteil Schwabing auf dem Gelände des legendären Lokals Schwabinger Sieben entdeckt worden. Eine Fachfirma sprengte das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg und nutzte zur Dämmung der Detonation Stroh. Dieses entzündete sich und verteilte sich durch die Druckwelle. Die Folgen waren dramatisch: Geschäfte blieben tagelang geschlossen, die Reparaturen dauerten Monate. Dadurch entstand ein hohe Schaden. Wer für ihn aufkommen soll, ist seitdem Streitthema.

Hier gibt es die Sprengung der Schwabinger Fliegerbombe im Video

Versicherung verklagt Stadt wegen Schwabinger Fliegerbombe

Eine Versicherung hat die Stadt wegen der angeblich fehlerhaften Sprengung verklagt, bei der eine Boutique völlig ausbrannte. Auch ein Getränkeladen sowie ein Aufnahme- und Tonstudio wurden beschädigt. Die Versicherung hat insgesamt mehr als 400.000 Euro gezahlt, die sie von der Stadt ersetzt haben will.

Das Gericht hatte zuletzt im März in der Sache verhandelt. Damals waren sich die Richter einig, dass nicht die Stadt haftbar gemacht werden könne - sondern der Freistaat Bayern.

Panzermine im Starnberger See gesprengt - Forscher haben einen Verdacht (Merkur.de*)

dpa/mas

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Kommentare