Architekt präsentiert sein Modell

Pläne für neuen Elisabethmarkt stehen - Dachterrassen sind der Clou

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So schaut der Markt heute aus: Zwischen 2020 und 2022 soll er saniert werden.

Die Bürger durften mitentscheiden, wie der umgebaute Elisabethmarkt aussehen soll. Nun wurden die konkreten Pläne der Architekten vorgestellt. Unter anderem soll es Dachterrassen geben.

München - Langsam wird’s ernst! Die Pläne für Sanierung und Umbau des Elisabethmarkts (Schwabing) nehmen Gestalt an. Im Februar gab’s einen Workshop, bei dem Bürger ihre Wünsche einbrachten. Auf der Basis dieser Vorschläge entwickelten die Architekten Rainer Hofmann und Hans-Peter Ritzer von bogevischs buero in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitektenbüro Bauchplan nun konkrete Vorschläge für die Gestaltung.

Sie analysierten, welche der Wünsche überhaupt umsetzbar sind und fertigten schlussendlich einen Entwurf an. Das Ergebnis wurde am Montagabend bei einem Bau-Workshop in der Aula des Gisela-Gymnasiums in Schwabing vorgestellt.

So soll‘s aussehen: Zwei Dachterrassen und Standl mit Zeltdächern sollen den Elisabethmarkt künftig prägen.

Architekt Hofmann lobt „hohe Aufenthaltsqualität“

Hier konnten die kreativen Bürger sehen, wie ihre Vorschläge umgesetzt wurden. Gut 24 Schwabinger waren vor Ort und ließen sich von Architekt Rainer Hofmann den Entwurf erklären. „Was unsere erarbeitete Variante ausmacht, ist die hohe Aufenthaltsqualität. Es soll zwei Plätzchen und zwei öffentliche und vor allem grüne Dachterrassen geben. Dazu sollen die Verkaufsstände in alle Richtungen gehen. Das macht den ganzen Markt von allen Seiten offener - und wir haben dadurch mehr Verkaufsfläche“, so der Bauprofi.

Der Entwurf offenbart auch, dass es weniger Gebäude geben wird als bisher. Konkret: nur noch elf Stück (statt bisher über 20), dafür werden die Stände gebündelt, im Schnitt zwei pro Gebäude.

Konzipiert den neuen Elisabethmarkt: Architekt Rainer Hofmann stellte die Pläne vor.

Dachterrassen sollen für jedermann zugänglich sein

Die Reaktion der Workshop-Teilnehmer war überwiegend positiv. Besonders die Dachterrassen kamen gut an. Diese sind als ein Teil des öffentlichen Raums angelegt und sollen somit für jedermann zugänglich sein. Hofmann zeigte sich zuversichtlich, war aber auch offen für Änderungsvorschläge - „solang die Mehrheit dafür ist und die Ideen machbar sind“. Leise Einwände gab es etwa dagegen, dass der Müll weiterhin oberirdisch gesammelt werden soll. Hier hatten sich einig Bürger eine unterirdische Lösung gewünscht.

Der Umbau soll von 2020 bis 2022 andauern und wird wohl über 20 Millionen Euro kosten. Hauptgrund für die Sanierung: Die Standl entsprechen nicht mehr den Vorschriften in Sachen Hygiene und Brandschutz. Einher mit dem Neubau des Elisabethmarkts geht die Umgestaltung des Umspannwerks. Die Stadtsparkasse will dort unter anderem Wohnungen und Läden errichten.

In diesem Jahr wurde Schwabing bereits durch einen neuen Wochenmarkt bereichert. Geplant ist auch ein zweiter Viktualienmarkt in der Stadt.

Felicitas Bogner, Franziska Schwarz

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