Was das neue Jahr dem Viertel bringt

Schwabing-West 2017: Entscheidung am Elisabethplatz

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Planungssicherheit: Standlbesitzer und Bürger werden heuer wohl erfahren, wie es am Elisabethmarkt weiter geht. 

München - Wie geht es weiter mit dem Kreativquartier, was passiert am Elisabethplatz und Elisabethmarkt? In Schwabing-West stehen im neuen Jahr große Entscheidungen an. Die Vorschau:

Ein paar Blumenkübel, hier und da noch kleine Fertigstellungsarbeiten – aber sonst ist es vollbracht. Der letzte Bauabschnitt am Ackermannbogenist auf der Zielgeraden. Mit der Vollendung des 39,4 Hektar großen ehemaligen Militärareals ist zwar das größte Bauprojekt im Stadtteil Schwabing-West vom Tisch, andere Neubauvorhaben sind aber bereits in Planung.

Spannendes Projekt: das Kreativquartier

Eines der spannendsten Projekte der Stadt München ist sicherlich die Entwicklung des Kreativquartiers auf dem Gelände zwischen Dachauer-, Loth-, Schwere-Reiter- Heß- und Infanteriestraße, also der Fläche der ehemaligen Luitpoldkaserne sowie angrenzender Gebiete. Unterteilt ist das neue urbane Stadtquartier in vier Bereiche, wovon nur einer zum Stadtteil Schwabing-West gehört. Das sogenannte Kreativfeld, im nordöstlichen Teil des Areals gelegen, ist bislang am weitesten in der Planung fortgeschritten. Gebaut werden hier etwa 325 Wohnungen sowie eine Grundschule und ein Kinderhaus. In den kommenden Wochen wird voraussichtlich der Bebauungsplan für diesen Teilbereich dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden. Gibt es keine Einwände, wird das Gebiet zum Wettbewerb ausgeschrieben.

Neubau am Elisabethplatz? 

Ein bisschen weiter ist das Bauvorhaben der Stadtsparkasse amElisabethplatz. Diese will auf dem ehemaligen Areal des Umspannwerks der Stadtwerke für rund 75 Millionen Euro etwa 200 Wohnungen sowie Läden und eine Kindertagesstätte mit jeweils drei Kindergarten- und Hortgruppen bauen. Nachdem kürzlich die Bauvoranfrage den Stadtrat passiert hat, soll noch im Januar die Entscheidung fallen, welches Architekturbüro das urbane Wohn- und Einkaufsviertel entwerfen darf. Ende 2017 bis spätestens Anfang 2018 sollen die einzelnen Gewerke vergeben sein.

Abriss der Standl? Kampf um den Elisabethmarkt

Gleichzeitig will die Stadt München das Schatzkästchen Schwabings, den Elisabethmarkt, umbauen. Die in die Jahre gekommenen Stände entsprechen schon längst nicht mehr den geltenden Hygiene- und Brandschutzanforderungen und sollen abgerissen werden. Allerdings gibt es für die Umgestaltung bislang nur eine Machbarkeitsstudie. Die favorisierte Variante sieht neun größere Pavillons vor, die asymmetrisch angeordnet und locker gruppiert jeweils zwei bis drei Stände unter einem Dach vereinen. Unter dem Markt ist eine Tiefgarage für Händler, Kunden und Anwohner geplant.

Allerdings hat dieses Bauvorhaben auch erbitterte Gegner. Durch eine Petition kommt der Zeitplan der Stadt ins Wanken. Stadtteilpolitiker und viele Händler des Marktes befürchten, dass sich durch die Proteste die Bauarbeiten am Platz und um ihn herum in die Länge ziehen könnten, wenn die Baustellen der Stadtsparkasse und des Marktumbaus nicht parallel laufen. In diesem Jahr wird sich herauskristallisieren, was um den Elisabethplatz herum wirklich passiert und vor allem, wie lange Anwohner und Händler mit einer Riesenbaustelle leben müssen. Denn wirklich aufhalten werden die Status-Quo-Befürworter den Umbau des Marktes wohl nicht können.

Umbau und Neubau am Klinikum Schwabing

Schon im Gange ist der Umbau des Schwabinger Krankenhauses: In zwei Bauabschnitten entsteht hier ein fünfgeschossiger Neubau, der über alle Ebenen durch verglaste Brücken mit dem denkmalgeschützten Gebäude verbunden ist. Das Haus soll bis Ende 2022 fertig sein und eine moderne Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Gynäkologie und Geburtshilfe mit angeschlossenem Notfallzentrum beherbergen. Bis Ende dieses Jahres könnte nach optimistischer Schätzung die Kinderklinik fertig werden. 

13 Dinge, die (nur) Münchner wissen

Margot Deny

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