10.000 Euro Schaden in einem Jahr

Unbekannter zerkratzt Autos - Familie sucht Vandalen

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Andreas Mehrls BMW ist neu – doch schon von Kratzern und kleinen Dellen überzogen.

München - Kratzer, Dellen, Schraube im Reifen - seinen BMW lässt Andreas Mehrl nicht mehr reparieren, bevor er einen Tiefgaragenstellplatz hat. Seit Monaten machen sich Vandalen an dem Auto zu schaffen.

Seine Resignation kommt nicht von ungefähr: In einem Jahr hat er Vandalismusschäden von mehr als 10.000 Euro an seinem BMW und dem seiner Frau. „Meine Tochter hat einen Audi, da ist nie jemand drangegangen“, sagt Mehrl. Der Lehrer glaubt nicht, dass es jemand auf ihn persönlich abgesehen hat. Es spreche stattdessen viel dafür, dass es sich um Täter handelt, die von Neid zerfressen sind. So oft wurden seine Autos schon beschädigt:

Ende September 2014: Beim alten BMW 3er, den die Mehrls verkaufen wollen, wird das Dach eingedrückt.

Eine Woche später schlägt jemand eine Delle in die Motorhaube vom BMW 3er. Während der 3er in der Werkstatt hergerichtet wird, demoliert jemand links hinten mit einem massiven Gegenstand den 1er. Lack splittert ab, der Spoiler wird eingedrückt.

Anfang April die nächsten Kratzer – sie sind so tief, dass man sie nicht mehr herauspolieren kann.

Kurz darauf kratzt jemand am 1er hinten um das BMW-Logo herum. Der Schaden kann gerade noch behoben werden.

17. Oktober: Das Herauspolieren war umsonst: Mehrl stellt eine ähnlichen Schaden fest.

19. Oktober: Karin Mehrl bemerkt eine Schraube im Reifen. „Nach all den Fällen haben wir den Eindruck, dass diese Attacke absichtlich verübt wurde“, sagt Mehrl.

20. Oktober: Ein neuer Kratzer im 1er – kurz, aber sehr tief.

In einem Reifen steckte Mitte Oktober sogar eine Schraube.

Obwohl die Versicherung die Schäden übernimmt, bleibt die Familie auf mehreren Tausend Euro Schaden sitzen. Denn sie müssen stets eine Selbstbeteiligung leisten und werden hochgestuft. Vandalismus bei BMWs ist laut Mehrls Werkstatt ein weit verbreitetes Problem. „Wahrscheinlich, weil die Leut’ einfach neidisch sind“, sagt Mehrl.

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