Wintergarten auf dem Dach muss weichen

Schwarzbau in Schwabing: Wintergarten muss weg

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Die volle Härte des Gesetzes trifft den Bauherrn des Wintergartens an der Hiltenspergerstraße.

München - Ein Wintergarten mit Blick über die Stadt – wem würde das nicht gefallen? An der Hiltenspergerstraße muss ein Bauherr seinen Ausguck jetzt aber entfernen. 

Den idealen Standort für einen Wintergarten hatte ein Schwabinger gefunden: sein großer Balkon im obersten Stockwerk des Wohngebäudes an der Hiltenspergerstraße 47. Allerdings hatte der Bauherr keinen Bauantrag für sein verglastes „Außenzimmer“ gestellt. Als er den Antrag nun nachträglich einreichte, blitzte er beim Bezirksausschuss Schwabing-West ab.

Das Gremium schmetterte das Anliegen in seiner jüngsten Sitzung nachträglich ab. Nach Sichtung der vom Bauausschussvorsitzenden Oskar Haider (CSU) vorgelegten Fotos waren sich die BA-Mitglieder einig: Der Schwarzbau sei einfach zu dominant. Zwar hatte der Bauherr vor, den bestehenden Wintergarten in der Tiefe etwas zurückzubauen, dennoch sei das Bauwerk mit seinen 4,5 Metern Breite „überdimensional“.

Fraktionsübergreifend waren sich die Stadtviertel-Politiker einig, dass solche Aufbauten auf dem umlaufenden Balkon nicht genehmigungsfähig seien. Andere Anwohner würden sich sonst das gleiche Recht herausnehmen, was man in jedem Fall verhindern wolle. Ani Lugani (SPD) regte an, mit der Ablehnung des Bauantrags nicht nur den Abriss des Wintergartens, sondern auch ein Ordnungsgeld zu fordern. Solchen Wildwüchsen müsse man dringend Einhalt gebieten.

BA-Vorsitzender Walter Klein (SPD) fragte nochmals in die Runde: „Ist das nicht etwas zu hart?“. Nach kurzem Zögern fiel aber auch dieses Votum einstimmig. Eine Ordnungsstrafe seitens der Lokalbaukommission wurde beantragt. Gleichzeitig forderten die Mitglieder des Bezirksausschusses auch einen Rückbau des Wintergartens auf der Nordseite des Gebäudes (zur Horscheltstraße hin), der ebenfalls ohne Genehmigung errichtet worden sei.  mdy

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