In Schwabing

Todes-Drama: Zug schleift Student mit

+
Todes-Drama am U-Bahnhalt Giselastraße in München-Schwabing: Ein Student wurde wurde von einem Zug mitgeschleift.

Todes-Drama am U-Bahnhalt Giselastraße in München-Schwabing: Ein Student wurde wurde von einem Zug mitgeschleift.

München -. Unfassbar. In der Nacht auf Sonntag ist es am U-Bahnhof Giselastraße (Schwabing) zu einem tödlichen Unfall gekommen: Ein 21 Jahre alter Mann wurde vor den Augen seiner Freunde von einem Zug 20 Meter mitgeschleift und starb noch am Unfallort.

Laut Polizei und Feuerwehr hatte der Mann gegen 1.30 Uhr mit drei Freunden auf dem Bahnsteig gewartet, als er in einem ausfahrenden Zug eine Bekannte entdeckte. Er rannte neben der U-Bahn her, winkte und klopfte gegen die Scheibe.

Der junge Mann übersah laut Polizei am Ende des Bahnsteiges eine Spiegeltüre und krachte dagegen. Der anfahrende Zug zog den 21-Jährigen in den Spalt zwischen Zug und Spiegel, schleifte den Mann meterweit mit. Erst im Tunnel blieb er tödlich verletzt liegen.

Seine Freunde und weitere Zeugen setzten Notrufe ab. Die eintreffende Rettungskräfte versuchten, den Mann wiederzubeleben. Vergeblich. Der U-Bahnfahrer und die Zeugen wurden vom Krisen­interventionsteam betreut, die Gleise bis 3.40 Uhr gesperrt.

Nach tz-Informationen handelt es sich bei dem Toten um einen 21-jährigen Studenten aus München. Er ging auf eine Fachhochschule für den öffentlichen Dienst und wollte Finanzbeamter werden.

In der Nacht auf Sonntag soll er mit Freunden in der Innenstadt eine bestandene Prüfung gefeiert haben. Drei seiner Kommilitonen waren am Bahnsteig, als der Unfall geschah. Am Sonntagvormittag, wenige Stunden nach dem tödlichen Unfall, waren am U-Bahnhalt Giselastraße noch Spuren zu sehen. Etwa einen Meter vor der Spiegeltür hinterließ die Spurensicherung zwei neongrüne Markierungen.

S. Wegele, T. Scharnagl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion