Trickbetrug in Schwabing

16-Jährige täuscht Notlage vor und zockt ältere Dame ab

Eine 16-Jährige versuchte am Montagvormittag mit einer perfiden Masche, einen höheren Geldbetrag von einer 80-Jährigen zu ergaunern. Sie und ihr österreichischer Komplize wurden festgenommen.

München - Ein aufmerksamer 66-jähriger Mitarbeiter der Sicherheitswacht der Polizeiinspektion 13 in Schwabing konnte am Montagvormittag einen Trickbetrug beobachten. Wie die Polizei berichtete, fiel dem Münchner auf, dass eine ältere Dame mit einer jüngeren Frau sprach, dieser Geld übergab und sie sich dann verabschiedeten.

Offenbar war ihm das seltsam vorgekommen, weswegen er die 80-Jährige ansprach und sie fragte, über was die beiden gesprochen hätten. Die Dame habe ihm dann erzählt, dass sich die junge Frau in einer Notlage befinde, da sie kurz vor einer Abschiebung stehe und finanzielle Hilfe brauche. Sie gab ihr dann 105 Euro.

Der Mitarbeiter der Sicherheitswacht verständigte daraufhin die Polizei. Die stellte fest, dass es sich bei der Frau um eine 16-jährige Serbin handelt, die sich mit einem Mann - ein 24-jähriger Österreicher - traf. Zusammen hatten sie weitere Personen angesprochen und wieder falsche Tatsachen vorgespielt, um Geld zu ergaunern. Beide wurden festgenommen und nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen und der Erbringung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen.

Trickbetrug ist keine Seltenheit. Immer öfter versuchen Unbekannte, Senioren um Geld zu prellen. Das mutige Einschreiten von Christa E. aus Schwabing wurde zumindest einigen von ihnen zum Verhängnis.

Rubriklistenbild: © dpa

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