Ehemann musste Unglück mit ansehen

Lkw überfährt Radlerin (64): Frau wird schwer verletzt

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Das Fahrrad klemmte nach dem Verkehrsunfall unter der Sattelzugmaschine.

München - Grausiger Unfall: Eine 64-jährige Radlerin ist an der Kreuzung Karl-Theodor-/Belgradstraße von einem Lkw überfahren worden. Ein Passant stoppt das Fahrzeug, indem er sich davor auf die Straße stellt. Ihr Ehemann musste das Unglück mit ansehen.

Ein grauenhafter Fahrradunfall schockt Schwabing: Vor den Augen des Ehemannes wurde am Montag in der Früh gegen 9.40 Uhr eine Fahrradfahrerin (64) von einem Sattelzug erfasst und überrollt.

Der schwere Unfall ereignete sich an der Kreuzung Karl-Theodor-/Belgradstraße. Offenbar hat der Lkw-Fahrer (42) die Radfahrerin beim Abbiegen übersehen. Die Frau fuhr mit ihrem Radl auf der Karl-Theodor-Straße und wollte diese geradeaus überqueren.

Der Lkw erfasste die Fahrradfahrerin an ihrer linken Fahrradseite frontal, sodass diese zu Boden geschleudert wurde und auf der Fahrbahn zum Liegen kam. Der 42-jährige Lkw-Fahrer bemerkte den Zusammenstoß nicht -  - die Frau wurde mit ihrem Fahrrad unter den Lkw gezogen. 

Das Fahrrad wurde überrollt, die Rentnerin zwischen den Reifen an der Lkw-Unterseite mitgeschleift und weiter unter das Fahrzeug gezogen. Erst nach etwa zehn Metern gelang es einem unbeteiligten Zeugen den Lkw zu stoppen, indem er sich vor den Lkw auf die Fahrbahn stellte. Die 64-Jährige war unter der Hinterachse des Lkw eingeklemmt. Das tonnenschwere Gefährt hatte Beine und Becken der 64-Jährigen überrollt. 

Dank der Hilfe von weiteren Passanten konnte sie befreit werden. Als Feuerwehr und Notarzt eintrafen, wurde sie mit einem flachen, auf dem Asphalt leicht rutschenden Rettungsbrett unter dem Lkw hervorgezogen, noch vor Ort stabilisiert und zur Notoperation in den Schockraum einer Klinik gefahren.

Um den unter Schock stehenden Ehemann und auch um den Lkw-Fahrer kümmerte sich das psychologisch geschulte Kriseninterventionsteam. Die Kreuzung blieb bis 11 Uhr gesperrt. Auch die Tram-Linien 12 und 28 waren davon betroffen.

dop/tz 

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