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Über 20.000 Euro pro Quadratmeter: Neubau am Münchner Olympiapark sprengt Dimensionen - „Eine Stadtskulptur“

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Von: Patrick Mayer

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Sehr teuer: Eigentumswohnungen in der bayerischen Landeshauptstadt München.
Sehr teuer: Eigentumswohnungen in der bayerischen Landeshauptstadt München. © IMAGO / Heinz Gebhardt

In Schwabing-West entsteht in der Infanteriestraße ein innovativer Neubau. Die Quadratmeterpreise für die Eigentumswohungen am Olympiapark haben es jedoch in sich.

München/Schwabing-West - Das Gebäude sei ein „Vordenker der Architektur“. Darüber hinaus ein „aufregendes Konzept“. Und das auch noch „an der Nahtstelle der drei besten Viertel: Schwabing, Neuhausen-Nymphenburg und Maxvorstadt“. So lautet das Intro für ein Neubauprojekt in besagter Ecke, das nahe des Olympiaparks für Aufsehen sorgt.

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Konkret: In der Infanteriestraße 14 entsteht ein 100 Meter langes Penthouse- und Flat-Gebäude, das laut Süddeutscher Zeitung (SZ) „mit zahlreichen Erkern und Balkonen an holländische Wohnformen“ erinnert.

Nicht nur die äußere Fassade weckt die Aufmerksamkeit der interessierten Bürger aus den genannten Vierteln. Sondern auch die Quadratmeterpreise, mit denen die neuen Münchner Eigentumswohnungen vom Bauträger im Internet angeboten werden. Preis ab 579.000 Euro steht im Exposé des Neubaus in Schwabing-West.

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Manches Apartment kostet demnach mehr als 20.000 Euro für den Quadratmeter. So wird zum Beispiel ein 1-Zimmer-Apartment im fünften Obergeschoss (und damit mit Blick über München) mit gerade einmal 44,40 Quadratmetern für einen Kaufpreis von 1,029 Millionen Euro gelistet. Einen Stock tiefer kostet ein anderes 1-Zimmer-Apartment (40,99 Quadratmeter) stolze 829.000 Euro. Im ersten Obergeschoss wird es dagegen „günstiger“. So kosten hier zwei 1-Zimmer-Apartments (37,75 und 37,90 Quadratmeter) jeweils „nur“ 579.000 Euro. Insgesamt sind in dem Neubau 142 Apartments untergebracht. Applaus gibt es für den Baustil.

Das Architektur-Magazin Architectural Digest mit Sitz in München schreibt von einem „einzigartigen Entwurf, der seinesgleichen sucht“. Der Neubau sei „eine Stadtskulptur aus rauem Glasbeton und schimmerndem Metall“. Das Thema bezahlbarer Wohnraum ist hingegen freilich auch in Schwabing-West heikel. Ein Beispiel: Diskussionen gibt es laut SZ neuerdings zu einer Neubauplanung für das Karree zwischen der Kathi-Kobus-Straße und dem Theo-Prosel-Weg. Der Bezirksausschuss schlug demnach hierzu vor, „mindestens den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil geförderter Mietwohnungen“ für München vorzuschreiben.

Quadratmeterpreis von Wohnungen in München: Preisanstieg um 81,1 Prozent im Vergleich zu 2012

Unter anderem wird darauf verwiesen, dass in den vergangenen Jahren viele Eigentumswohnungen im hochpreisigen Segment in Schwabing-West dazugekommen sind - zum Beispiel in der Infanteriestraße 14. Ansonsten sei mit „erheblichem Mietdruck auf die Westschwabinger Erhaltungssatzungsgebiete“ zu rechnen. Ein Vergleich: Das Unternehmen „Von Poll Immobilien“ hatte im November 2021 einen Marktbericht zu Quadratmeterpreisen und Wohnraum in München herausgebracht. Demnach zahlten Interessenten zu diesem Zeitpunkt für eine Neubauwohnung im Schnitt 9.824 Euro pro Quadratmeter - das entsprach den Angaben zufolge einem Preisanstieg von 81,1 Prozent. Im Vergleich zu 2012. (pm)

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