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Schwabinger 7: Schlappe für die Investoren!

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Nachbar Georg Raffelt klagte

München - Es war ein heftiges Aufbegehren, als die Hamburger HIH Immobilien voriges Jahr die Schwabiger 7 in der Feilitzschstraße abreißen ließen. Die Stadt genehmigte auf dem Grundstück einen sechsstöckigen Luxus-Neubau. Doch daraus wird vorerst nichts:

Es war ein heftiges Aufbegehren, als die Hamburger HIH Immobilien voriges Jahr die Schwabiger 7 in der Feilitzschstraße abreißen ließen. Die Stadt genehmigte auf dem Grundstück einen sechsstöckigen Luxus-Neubau, der auch den Innenhof durchschneiden soll. Doch daraus wird vorerst nichts: Denn 34 Nachbarn aus der Marktstraße haben gegen die Baugenehmigung geklagt – und so wie es aussieht, werden sie am Dienstag vom Verwaltungsgericht Recht bekommen!

Physiker Georg Raffelt (55) ist einer der Anwohner, die gegen die Baugenehmigung für den Luxus­tempel geklagt hatten: „Ich wohne hier seit 20 Jahren. Mir persönlich würde der Riegel im Innenhof viel Licht nehmen.“ Doch was den Nachbarn des Monaco Schwabing, wie der Neubau heißen soll, mindestens genaus ärgert: „Hier entsteht ja kein Wohnraum, den wir so dringend brauchen – sondern Stadtresidenzen für Leute, die eigentlich ganz woanders wohnen. Durch solche Bauten werden die Schwabinger verdrängt.“

Auch Nachbar Robert Pfrogner (53, Management-Berater) hat geklagt: „Die Investoren werben im Prospekt damit, dass das ,Projekt im Einklang mit der Nachbarschaft‘ entsteht – dabei hat mit uns niemand gesprochen.“ Und weiter: „Es heißt auch, dass man von den Wohnungen aus das Schwabinger Leben beobachten kann. Wer in Schwabing wohnt, soll mitmachen – und nicht zuschauen!“

In der Gerichtsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht München ging es am Montag vor allem darum, ob der Dachterrassen-Bau im Innenhof die Abstandsflächen zu den Nachbarn verletzt. Er soll, wie der Trakt an der Feilitzschstraße, sechs Etagen hoch werden. Die Vorsitzende Richterin Marion Pauli-Gerz erklärte aber: „Ein profilgleicher Abschluss ist nicht zwingend.“ Das „wirtschaftliche Optimierungsinteresse“ sei keine Begründung. Pauli-Gerz ließ durchblicken, dass der geplante Bau die Abstandsflächen verletzt und legte eine um eine Stockwerk niedrigere Bebauung nahe. Das Urteil wird am Dienstag zugestellt.

Johannes Welte

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