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Hier hält Schwabing Hof - neuer Laden ausgezeichnet

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Von: Phillip Plesch

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Preisgekrönte Ladenbesitzer: Finn Röder (li.) und Benjamin Maunz haben in der Hohenzollernstraße den Schwabinger Hofladen eröffnet. Dafür bekamen die beiden nun einen Preis.
Preisgekrönte Ladenbesitzer: Finn Röder (li.) und Benjamin Maunz haben in der Hohenzollernstraße den Schwabinger Hofladen eröffnet. Dafür bekamen die beiden nun einen Preis. © Markus Götzfried

Gesunde Ernährung und wissen, wo die Lebensmittel herkommen: Das liegt voll im Trend. Um an regionale Produkte zu kommen, muss man nicht aufs Land fahren. Hofläden helfen in der Stadt und einer bekam jüngst sogar einen Preis.

Obst und Gemüse leuchtet dem Besucher bunt entgegen, Kaffee gibt’s am Eingang. Die Treppe rauf ist eine Wurst- und Käsetheke, dazu frisches Brot. Noch weiter oben: Alltagsprodukte wie Nudeln, Müsli und Aufstriche. Im Untergeschoss: erlesene Weine.

So sieht er aus, der Schwabinger Hofladen in der Hohenzollernstraße. Im Mai haben Finn Röder (29) und Benjamin Maunz (33) ihr Geschäft eröffnet und dafür nun einen Preis gewonnen. Die Sparkasse zeichnete die beiden mit dem Gründerpreis aus. Nachdem eine Jury fünf Finalisten ausgewählt hatte, waren es schließlich die Münchner, die den Sieger per Online-Voting bestimmten.

„Das ist eine wunderschöne Bestätigung, dass die Münchner uns als Laden annehmen und das Konzept einfach gut finden“, sagt Röder. Die Ware kommt vornehmlich aus der Region. Sonst ist sie bio. „Wir bündeln hier im Laden die Ware von vielen Kleinerzeugern, von denen wir direkt beziehen“, erklärt Röder. Zudem legen die beiden Freunde, die sich 2014 während des Studiums kennengelernt haben, viel Wert auf guten Service.

Schon bald wollen sie einen zweiten Laden öffnen

Ihr Ziel: Einen qualitativen Wocheneinkauf anbieten, der am besten 100 Prozent regional ist. „Und dafür braucht man Platz“, sagt Maunz. Also erstreckt sich der Hofladen über vier Stockwerke auf über 260 Quadratmetern. Doch das ist den beiden noch nicht genug.

Sie wollen schon bald einen zweiten Laden eröffnen. Dabei hilft Technologie. Eine App „soll den Kunden im Laden völlige Transparenz ermöglichen.“ So soll zum Beispiel der Erzeuger direkt sichtbar sein. Eine Funktion soll aber auch werden, seinen Warenkorb zu speichern. Beim nächsten Einkauf kann man dann vorab bequem bestellen und muss die Ware nur noch abholen.

Die Inflation macht nicht Halt

Die Mission ist, den Absatz von regionalen Kleinerzeugern zu erhöhen. „Dadurch können die sich dann anders positionieren“, erklärt Röder. Möglich sei das nur, weil sie direkt beziehen.

Bis es so weit ist, machen Inflation und gestiegene Energiepreise aber auch vor dem Schwabinger Hofladen nicht Halt. 20-30 Cent koste der Kaffee im Einkauf schon mehr. Beim Gemüse haben es die beiden noch nicht so stark bemerkt.

Stoppen kann das die zwei Gründer ohnehin nicht. Sie wollen „den Schwabingern und Münchnern einen Laden bieten, den es so noch nicht gibt.“

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