Großeinsatz: Reizgas-Alarm auf der Schwanthalerhöhe

München - Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr in der Schwanthalerstraße: In einem Sozialbürgerhaus wurde vermutlich Reizgas versprüht. Sechs Menschen wurden verletzt.

Plötzlich juckten einigen Mitarbeitern und Gästen im Erdgeschoss die Augen. Dann fingen auch die in den oberen Stockwerken an zu husten. Und dann war sie da – die Angst vor dem unbekannten Reizstoff: In Minutenschnelle räumten Feuerwehr und Polizei am Mittwoch um 11.30 Uhr das Sozialbürgerhaus in der Schwanthalerstraße. 110 Mitarbeiter und Besucher mussten die nächsten zwei Stunden in Bussen der Feuerwehr und der MVG verbringen, bis die Luft wieder rein war.

Bilder vom Einsatz

Evakuierung: Reizgas-Alarm in München

Das Einsatzstichwort „Gasaustritt“ hatte einen sofortigen Großeinsatz zur Folge, weil Gase unter Umständen lebensgefährlich bzw. hochexplosiv sein können. So verwandelte sich die rasch gesperrte Schwanthalerstraße innerhalb weniger Minuten in ein Blaulicht-Meer. Allein die Feuerwehr war mit 23 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften vor Ort. Feuerwehr-Männer in Schutzanzügen eilten ins Sozialbürgerhaus, aus dem immer mehr Besucher und Mitarbeiter ins Freie liefen. Die sechs Verletzten erholten sich bei der ambulanten Behandlung rasch. Mit Spezialgeräten führte die Analytische Task Force (ATF) der Feuerwehr im Sozialbürgerhaus Messungen durch, konnte aber keinerlei Giftstoffe mehr feststellen. Trotzdem wurde mit Hochleistungslüfteraggregaten noch reichlich Frischluft ins Gebäude geblasen.

Um 13.45 Uhr konnten alle in ihre Büros zurückkehren. Die Polizei geht davon aus, dass jemand Reizgas oder Pfefferspray versprüht hat. Rache? Oder ein blöder Streich? Die Ermittlungen dazu dauern an.

Von Dorita Plange

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