„Eine schöne Zeit, aber jetzt ist es vorbei“

Starkoch verlässt Traditions-Wirtshaus - so geht es weiter

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In der Schwalbe mit ihrem romantischen Hinterhof-Biergarten und der ältesten privaten Kegelbahn (seit 1939) hatte Karl Ederer seit Januar 2015 ein Stück Wirtshauskultur vom Feinsten geschaffen.

Als Karl Ederer 2015 die Schwalbe übernahm, hatte er große Pläne. Etwas mehr als zwei Jahre später ist das Engagement beendet. Wie es mit der seit 1939 bestehenden Gaststätte nun weitergeht.

Der Starkoch hört auf: Karl Ederer ist ab dem neuen Jahr nicht mehr Pächter des Augustiner-Gasthauses Zur Schwalbe in der Schwanthalerstraße 149. „Es war eine schöne Zeit, aber jetzt ist es vorbei“, sagte der 62-Jährige am Freitag zur tz. Von der Augustiner-Geschäftsleitung hieß es: „Herr Ederer hört von sich aus auf.“ Augustiner sei nun auf Pächtersuche: „Es gibt mehrere Interessenten.“ Neueröffnung sei für Februar oder März geplant. 

In der Schwalbe mit ihrem romantischen Hinterhof-Biergarten und der ältesten privaten Kegelbahn (seit 1939) hatte Karl Ederer seit Januar 2015 ein Stück Wirtshauskultur vom Feinsten geschaffen. Die hatte auch der BR genutzt: für seinen monatlichen Sport-Stammtisch Einwurf - Live aus der Schwalbe. Die Sendung wird es laut BR weiterhin geben, nur wo künftig gedreht wird, werde noch geprüft. 

Karl Ederer: Oberpfälzer widmet sich nun dem Skifahren

Die TV-Sendung - sie war nur ein Erfolg von vielen für Karl Ederer: Nach seiner Ausbildung zum Koch, die der Oberpfälzer als bester Lehrling Bayerns abgeschlossen hatte, ging er 1975 zu Eckart Witzigmann ins Tantris, arbeitete bei französischen Spitzenköchen und ab 1980 in Witzigmanns Aubergine. Drei Jahre später eröffnete er selbst das Restaurant Glockenbach, das 1995 einen Michelin-Stern bekam. Doch Ederer waren bei all dem Ruhm seine bayerischen Wurzeln wichtig. 1993 eröffnete er das Bio-Restaurant Schweinsbräu in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Seine (vorerst) vorletzte Station: das Ederer in den noblen Fünf Höfen. 

Als Karl Ederer 2015 das Gasthaus zur Schwalbe übernahm, hatte er große Pläne. „Die Voraussetzungen sind gut“, sagte er damals zur tz, „das Lokal ist mit gut 30 Plätzen überschaubar und vermittelt eine sehr bodenständige Atmosphäre“. Geschmorte Gamskeule, Innereien vom Zicklein, gegrillte Walchenseerenke: „Heimat Food“ war hier sein Motto. „Eine leichte, schnörkellose Küche aus regionalen und saisonalen Produkten“ setzte er „dem globalisierten Einheitsbrei“ entgegen. Nun lief der Pachtvertrag aus. Und was plant Ederer für seine Zukunft? „Vorerst nichts“, sagt er locker: „Nur Skifahren!“ Mit „Wehmut“ blicke er jedenfalls nicht zurück. 

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ast

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