Integrierte Leitstelle

Giftige Dämpfe: 21 Mitarbeiter im Krankenhaus

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In der Integrierten Leitstelle ist Gefahrstoff ausgetreten. 21 Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

München - Am Dienstagvormittag gegen 10.30 Uhr ist es in der Integrierten Leitstelle zu einem Gefahrstoffaustritt gekommen. 21 Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Erst hustete nur einer, dann plötzlich alle: Innerhalb kürzester Zeit mussten 21 Disponenten der Berufsfeuerwehr am Dienstag die Integrierte Leitstelle in der Feuerwache 3 in der Heimeranstraße räumen. Der Grund: Aus der Klimaanlage, die zum Unglückszeitpunkt um 10.30 Uhr gereinigt wurde, traten giftige Dämpfe von Salz- und Phosphorsäure aus!

In der Leitstelle werden sämtliche Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze für ganz München gesteuert, hier kommen auch alle 112-Notrufe an. Entsprechend groß war der Not-einsatz. Alle 21 unter Atemwegs- und Augenreizungen leidenden Disponenten (eine Frau, 20 Männer) wurden mit Blaulicht zur Behandlung in die Toxikologische Abteilung des Klinikums rechts der Isar gefahren. Unter Leitung von Lagedienstführer Christian Seifert, der zum Zeitpunkt des Säurealarms gerade als Zugführer bei einem Einsatz außer Haus war, wurden die immer im Hause anwesenden Disponenten der Freischicht mit Blaulicht in die Hauptfeuerwache an der Blumenstraße verlegt. Dort kann die Berufsfeuerwehr jederzeit eine Not-Leitstelle in Betrieb nehmen. Ein Konzept, das sich gestern bewährt hat: „Wir haben den Schichtwechsel vorgezogen und dabei keinen Notruf verloren“, bestätigte Karl Pieterek, Sprecher der Berufsfeuerwehr.

Die Polizei ermittelt nun, was bei der Klimaanlagen-Reinigung durch die Wartungsfirma schief gegangen ist. Vier der verletzten Disponenten kehrten vom Krankenhaus in die Leitstelle zurück, 17 sind bis auf Weiteres krankgeschrieben. Die Integrierte Leitstelle wird komplett von einer Spezialfirma gereinigt. Stimmt auch der TÜV zu, kann sie heute wieder in Betrieb gehen.

Dorita Plange

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