Nothalt betätigt

Mann hält Zugpersonal in Atem

München - Ein 48-jähriger Mann aus Peru hat am Montagabend das Zugpersonal in einem ICE auf der Fahrt von München nach Nürnberg in Atem gehalten - und dann auch noch die Notbremse gezogen.

Die Fahrt begann bereits kurz nach der Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof turbulent. Eine Zugbegleiterin wollte den Fahrschein eines 48-jährigen Mannes aus Peru kontrollieren - er konnte aber keinen Fahrschein vorweisen. Die Zugbegleiterin wollte ihm daher eine Fahrpreisnacherhebung aus, für die sie ein Ausweispapier benötigte, das ihr der Peruaner erst aushändigte, es ihr dann aber wieder entriss und die Frau dabei wegschubste.

Ein bis dahin unbeteiligter Reisender (47) kam der Zugbegleiterin zur Hilfe und beruhigte den aufgebrachten Peruaner.

Als der ICE kurz darauf wegen eines Personenunfalls im Gleis zum Münchner Hauptbahnhof zurückkehren musste, versuchte der 48-Jährige auf Höhe der Donnersberger Brücke die Tür mithilfe der Notentriegelung zu öffnen. Das misslang ihm jedoch, woraufhin der Mann die Notbremse zog und der Zugführer eine Schnellbremsung einleitete.

Personen wurden bei dieser ungewöhnlichen Fahrt nicht verletzt. Am Münchner Hauptbahnhof angekommen, wurde der Mann aus Peru von der Bundespolizei in Empfang genommen. Er muss sich wegen Missbrauch von Notrufen und Leistungserschleichung verantworten.

Warum er die Notbremse zog, wurde nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © dpa

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