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Zeugenbericht in der tz

Messerdrama im Westend: Opfer schrie "Hilf mir, Bruder"

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Der Wirt des „Il Parco“  leistete Erste Hilfe.

München - Ein Zeuge schildert in der tz die dramatischen Minuten vor und nach der Messerattacke in der Bergmannstraße im Westend.

Blutiges Beziehungs-Drama im Westend: Am frühen Freitagabend attackierte eine Frau (35) im Streit ihren Freund mit einem Küchenmesser. Der 30-Jährige konnte sich aus einem Wohnhaus auf die Straße retten. Blutüberströmt brach er vor einem Lokal zusammen. Anschließend suchte ein Großaufgebot der Polizei im Westend nach der Täterin, die schließlich selbst zum Tatort zurückkam. Line S. sitzt inzwischen wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Einer, der das Messer-Drama miterlebt hat, ist der Wirt (33) vom Ristorante „Il Parco“. Gegen 19.30 Uhr sitzt er bei Gästen draußen an den Tischen, als er Line S. und ihren Freund Sulejman A. lautstark auf der Straße streiten hört. „Dann sind beide in den Park dort. Nach einer halben Stunde kam sie alleine zurück und ist ins Haus schräg gegenüber“, erzählt der Wirt. Einige Minuten später kommt auch Sulejman A. um die Ecke und verschwindet ebenfalls im Wohnhaus.

Plötzlich schallt lautes Geschrei aus dem offenen Fenster im zweiten Stock, der Wohnung der Mutter von Line S. Wenig später wankt der 30-jährige Serbe aus der Haustür. In seiner Brust steckt ein Messer. Während er mit schweren Schritten die Straße Richtung Ristorante Il Parco überquert, zieht er sich laut Augenzeugen das Messer aus dem Körper.

Drama im Westend: Frau sticht Mann nieder

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Vor der Pizzeria, neben den mit Gästen vollbesetzten Tischen, bricht Sulejman A. zusammen. „Hilf mir. Hilf mir, Bruder“, fleht er. Der Wirt zögert keine Sekunde. Er und andere Gäste drücken mit Handtüchern die blutende Stichwunde ab. „Sein Zustand wurde von Minute zu Minute schlechter, er wurde immer blasser“, erzählt der Wirt.

Dann geht alles ganz schnell. Plötzlich rasen zwei Dutzend Polizeiautos heran, die Bergmannstraße wird gesperrt. Beamte des Unterstützungskommandos stürmen das Haus, suchen nach der Messerstecherin. „Doch die Tatverdächtige war geflüchtet“, so Polizeisprecher Sven Müller.

Erst nach einer Ewigkeit kommt, so die Augenzeugen, der Krankenwagen, bringt das schwer verletzte Opfer ins Krankenhaus.

Als der Freund weg ist, mogelt sich plötzlich Line S. durch die Absperrung. Die Mazedonierin wird von Zeugen erkannt und sofort von Polizisten festgenommen. Warum die 35-Jährige, die in Planegg wohnt, zugestochen hatte, muss noch ermittelt werden. Ihr Lebensgefährte hat die Messer-Attacke glücklicherwiese überlebt.

JAM

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