Demo an der Bavaria

Kurzarbeit und Job-Angst wegen Corona - Hilferuf von Münchner Beschäftigten: Lasst uns nicht im Regen stehen!

Ein bunter Hilferuf zu Füßen der Bavaria.
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Ein bunter Hilferuf zu Füßen der Bavaria.

Kurzarbeit und Job-Angst - selten waren diese Themen in München so präsent wie in der Corona-Krise. Beschäftigte vieler Branchen forderten einen allgemeinen Schutzschirm.

  • Viele Münchner Beschäftigte müssen in Kurzarbeit oder bangen um ihre Jobs.
  • Die Corona-Krise macht vielen Branchen zu schaffen.
  • Beschäftigte aus zahlreichen Branchen demonstrierten vor der Bavaria. Sie forderten einen allgemeinen Schutzschirm.

München* - Für viele Beschäftigte wird es mittlerweile eng in der Corona-Krise. Laut DGB sind derzeit30 Prozent der Münchner in Kurzarbeit, Zehntausende bangen um ihre Jobs. An der Bavaria haben am Freitag Arbeitnehmer unterschiedlicher Branchen für einen allgemeinen Schutzschirm demonstriert. „16 400 Menschen haben bisher in München und dem Landkreis seit März ihre Arbeit verloren“, sagte Simone Burger (41), Vorsitzende des DGB-Kreisverbands München bei der Veranstaltung.

Im Juni sei die Arbeitslosenquote um fast 60 Prozent höher als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Von März bis Juni wurde laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund für 330 000 Beschäftigte in und um München Kurzarbeit beantragt – das sind knapp 30 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Burger: „Es geht nicht, dass Unternehmen staatliche Förderung wie das Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen und trotzdem Beschäftigte kündigen!“ Betroffen sind Arbeitnehmer aus den unterschiedlichsten Branchen.

2744 Berufsjahre bei der Galeria Karstadt Kaufhof - und dann die Schließung

Im Fokus der Öffentlichkeit stand die geplante Schließung von Filialen des KonzernsGaleria Karstadt Kaufhof. In München sind über 350 Mitarbeiter betroffen, allein in der Galeria-Filiale am Stachus sind es 179. „Zusammen haben sie 2744 Berufsjahre dort verbracht“, sagt Birgitt Fischer. Die 49-Jährige arbeitet selbst seit 33 Jahren in dem Haus. Für die Mitarbeiter steht nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Lebensmodell auf dem Spiel. Auch in der Industrie zittern Menschen um ihre Arbeitsplätze – 10 000 allein in der Münchner Metall- und Elektroindustrie, wie Münchens IG-Metall-Chef Horst Lischka schätzt.  laf -  *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Erfahren Sie bei tz.de alles zum Münchner Hauptbahnhof: Gleise, Rezensionen und Umbau.)

In Restaurants herrscht Maskenpflicht für Kellner. Doch nicht überall wird diese Regelung eingehalten. Ein Beispiel war am Donnerstag das Schumann‘s am Odeonsplatz.

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