Die Fraktion warnt

Diese touristischen Einrichtungen im Münchner Bahnhofsviertel sind den Grünen ein Graus

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Auch hier gibt es viele Hotels: Die Schillerstraße südlich des Hauptbahnhofs.

Im südlichen Bahnhofsviertel gibt es zu viele Hotels – sagen die Grünen. Die Fraktion warnt nun in einem Antrag vor einer Monostruktur und fordert die Verwaltung zum Handeln auf.

München - Damit rennen die Kommunalpolitiker beim Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga offene Türen ein. Deren Vorsitzender Conrad Mayer sagte auf Anfrage: „Ich unterstütze den Antrag. Die vielen Hotels machen die Gegend hier kaputt.“ 

Es gebe insgesamt schlicht zu viele Betten in München; die Nachfrage sei längst bedient. Es drohe die Gefahr, dass die Preise immer extremer würden und es schließlich keine kleinen inhabergeführten Hotels mehr gebe. Durch mögliche Neubauten an der Schillerstraße 3a und 3 sowie gegenüber sollen abermals Hotels mit 400 Zimmern entstehen. „Es muss mal jemand aufwachen“, sagt Dehoga-Chef Mayer.

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Mehr Wohnungen sollen her

Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher beantragt jetzt, den für das Viertel geltenden Bebauungsplan so fortzuschreiben, dass keine weiteren Hotels entstehen und Wohnungsbau nicht nur ausnahmsweise, sondern standardmäßig ermöglicht wird. „Natürlich ist es prinzipiell zu begrüßen, wenn viele Hotels direkt mit der Bahn zu erreichen sind“, sagt Bickelbacher. Doch im Südlichen Bahnhofsviertel gebe es ganze Straßenzüge, die nur noch aus Hotels bestehen.

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„Dort konzentrieren sich auf 0,2 Prozent der Stadtfläche 60 Prozent der Hotelbetten. Nun sind Hotels keine Negativeinrichtungen. Aber eine derartige Monostruktur ist dem Ziel vielfältiger und lebendiger Viertel abträglich.“ Daher soll auf Wunsch der Grünen im Bebauungsplan verankert werden, dass bei Bauvorhaben 20 bis 30 Prozent der Nutzung Wohnungen sein müssen. „Sofern diese im Hinblick auf die Freiflächen vertretbar ist.“

S. Karowski

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