Brutale Taten mitten in München

Streift in München ein Frauenhasser umher? Polizei prüft Zusammenhang zwischen brutalen Attacken

Zwei Frauen wurden unabhängig voneinander in derselben Nacht Opfer einer brutalen Attacke. Der Täter befindet sich auf der Flucht. Nun prüft die Polizei einen Zusammenhang zu einer anderen Tat. 

Update vom 21. Dezember, 17.36 Uhr: Streift in München ein Frauenhasser umher? Nach der Messerattacke auf eine 31-Jährige in der Hochstraße (Au) Ende November sucht die Polizei noch immer nach dem Täter. Immerhin: Das Messer, mit dem der Mann auf die Angestellte eingestochen hatte, ist bereits aufgetaucht. Jetzt könnte der Gesuchte für weitere Taten verantwortlich sein. Denn nur wenige Tage nach dem Großeinsatz von der Au wurden zwei junge Frauen im Westend brutal überfallen.

Gleich zwei Angriffe ereigneten sich in der Nacht zum 1. Dezember. Die Polizei will nun DNA-Spuren sichern und mit dem Erbgut des Messerstechers von der Hochstraße vergleichen. Die Ermittler bitten auch um Hinweise aus der Bevölkerung - um weitere Angriffe zu verhindern.

München - Die Polizei München berichtet: Am Samstag (1. Dezember) war eine 25-jährige Münchnerin gegen 4.25 Uhr alleine auf dem Nachhauseweg in der Tulbeckstraße. Als sie in ihrer Handtasche nach dem Schlüssel suchte, wurde sie unvermittelt von einem unbekannten Mann umgerissen und zu Boden geworfen. Am Boden schlug der Mann den Kopf der Lehrerin nochmals auf die Treppenstufe. Die Münchnerin konnte dem Mann dabei kurz ins Gesicht schauen und anschließend laut schreien. Daraufhin ergriff der Unbekannte die Flucht.

Durch das Geschrei wurde eine 55-jährige Münchnerin auf die 25-Jährige aufmerksam und verständigte die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ergebnislos.

Miesbacherin (34) ebenfalls attackiert

Kurz darauf gegen 04.30 Uhr, befand sich eine 34-Jährige aus dem Landkreis Miesbach in einem Innenhof eines Wohnanwesens in der Guldeinstraße und blieb kurz stehen, um eine SMS zu schreiben. In diesem Moment kam ein unbekannter Mann auf die Wissenschaftlerlin zu und schlug ihr ebenso unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Die Frau befand sich auf dem Heimweg zu ihrem Freund, als der Angreifer ihr mit voller Wucht mit der Faust ins Gesicht schlug.

Anschließend entfernte sich der Mann in unbekannte Richtung. In diesem Fall erfolgte eine Anzeigenerstattung allerdings erst am darauffolgenden Vormittag. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist ein Tatzusammenhang wahrscheinlich.

Zeugen beschreiben den Täter wie folgt: 

Fall 1: Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schlank, bekleidet mit einem Kapuzenpullover. 

Fall 2: Männlich, ca. 35 Jahre alt, ca. 185 cm groß, schlank, bekleidet mit grauem Kapuzenpullover und dunklem Mantel bis zu den Oberschenkeln. Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/tz

Lesen Sie auch: Mann öffnet mit Pistole und großem Messer bewaffnet Tür - dann eskaliert die Situation

Rubriklistenbild: © Arcaion/Pixabay

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