„Sommer in der Stadt“

Raubtiere, Palmen und Boulderwand: So sieht die Ersatz-Wiesn aus

Die Theresienwiese soll nicht den ganzen Sommer über leer bleiben.
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Die Theresienwiese soll nicht den ganzen Sommer über leer bleiben.

Raubtiertraining, Boulderwand, Palmengarten – das Konzept für die Zwischennutzung des Wiesn-Geländes steht nun fest. Es soll am Dienstag vom Wirtschaftsausschuss des Stadtrats festgezurrt werden.

  • Raubtiertraining, Boulderwand, Palmengarten – das Konzept für die Zwischennutzung des Wiesn-Geländes steht nun fest. 
  • Es soll am Dienstag vom Wirtschaftsausschuss des Stadtrats festgezurrt werden. 
  • Bekanntlich plant München wegen der Absage* des Oktoberfestes einen „Sommer in der Stadt“.

München - Langsam nimmt der „Sommer in der Stadt“ Konturen an. Das Kulturprogramm mit einer festen Sommerbühne und einer Wanderbühne, die durch die Stadtbezirke zieht, wurde wie berichtet bereits am Donnerstag beschlossen. Auf welchen Plätzen der Stadt Wiesn-Schausteller Fahrgeschäfte und Buden aufbauen können, wird kommende Woche öffentlich gemacht.

Was auf der Wiesn selbst passiert, wurde indes bereits am Freitag bekannt. Es ist ein bunter Reigen an kreativen, sportlichen und Show-Nutzungen. Zudem werden Flächen begrünt. Allerdings hat die Stadt auch mehrere Anträge abgelehnt. So wird es keine künstliche Surfwelle und kein Autokino geben. Auch das „Kreativzamm-Festival“ (16. Juli bis 23. August) kommt nicht zum Zuge. Allerdings will die Stadt den Antragstellern alternative Plätze für ihre Kulturveranstaltungen anbieten.

Ersatzprogramm auf der Wiesn soll Ende Juli starten

Das Ersatzprogramm auf der Wiesn soll Ende Juli starten. Spektakulär ist sicher die Idee, dem Münchner Traditionsunternehmen Circus Krone einen Platz für sein Raubtiergehege zur Verfügung zu stellen. Geplant sind Vorführungen mit Löwen und Tigern. Dompteur Martin Lacey junior vom Circus Krone zeigte sich erfreut: „Wir überlegen, wie wir das nun umsetzen.“

Bewilligt werden sollen von der Stadt auch eine Boulderwand und ein rund 1000 Quadratmeter großer Palmengarten. Zudem werden provisorische Tennisplätze, Spielmöglichkeiten für Kinder sowie fünf grüne Inseln mit Pflanzgefäßen eingerichtet. Basketballkörbe, Tischtennisplatten und Fitnessgeräte werden hingegen nicht aufgestellt.

Ein Palmengarten soll für viel Grün auf dem Wiesn-Areal sorgen.

Die drei soziokulturellen Institutionen Glockenbachwerkstatt, LUISE und KÖSK möchten in Kooperation mit mehreren Münchner Kulturvereinen in einem Zeitraum von 14 Tagen auf einem eingegrenzten Areal auf der Theresienwiese lokalenKünstlern und kulturellen Initiativen eine Plattform bieten. Geplant sind Konzerte, Performances, Workshops und Kinderaktionen. Der Eintritt zur Veranstaltung soll gegen eine Spende möglich sein, die ausschließlich den Künstlern zugute kommt.

Nur fünf Standl sollen aufmachen

Bei der Genehmigung von Ständen zeigt sich die Stadt eher defensiv. Nur fünf Standl sollen auf dem gesamten Wiesn-Gelände im Zeitraum vom 25. Juli und 7. September (Öffnungszeiten 10 bis 20 Uhr) zugelassen werden: eine Wurstbraterei, ein Kaffeestand, ein Feinkoststand, ein Souvenirstand und einer mit Eis- und Süßwaren. Alkoholausschank ist nicht erlaubt. Die Betreiber der Stände sollen im vierzehntägigen Turnus in den oben genannten Sparten wechseln, um möglichst vielen Beschickern eine Chance zu bieten. Die Nutzung der Theresienwiese ist für alle Aktionen kostenfrei. Nur die Standbetreiber müssen bezahlen.(Klaus Vick) - *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Erfahren Sie hier alles zum Hauptbahnhof München: Rezensionen, Umbau, Gleise.)

Das Wiesn-Festzelt gibt es seit 1901 - nun ist wegen der Corona-Krise Schluss. Auch ein Oktoberfest-Ersatz hätte nicht geholfen. Aber die Wirts-Familie blickt nach vorn.

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