Ein S-Bahn-Fahrgast zog die Notbremse

Nach Schlägerei an der Hackerbrücke: Polizei sucht Zeugen

München – Am Ende flog auch noch eine Bierflasche. In der Nacht zum Montag kam es an der Hackerbrücke zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Die Polizei sucht Zeugen.

Dank der Videoaufzeichnung kann sich die Bundespolizei ein Bild von einer Auseinandersetzung am Bahnsteig der Hackerbrücke von einem Geschehen am Sonntag machen, bei dem eine Bierflasche geworfen worden sein soll. Zum genauen Tathergang und der Entstehung des Streits werden aber noch Zeugen gesucht.

Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn teilte gegen 1:30 Uhr in der Nacht zum Montag mit, dass es an der Hackerbrücke zwischen etwa 15 Personen zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen war und eine S-Bahn deswegen nicht weiterfahren konnte. Landes- und Bundespolizeistreifen fuhren an. Vor Ort wurden zwei Personengruppen angetroffen. Acht der Beteiligten waren Angehörige des rechten Spektrums, fünf Personen südländischer Herkunft, wie die Polizei mitteilte.

Ein 30-Jähriger aus dem rechten Spektrum hatte eine Platzwunde am Kopf, die vom Rettungsdienst erstversorgt wurde. Zu der Frage, woher die frische, stark blutende Verletzung stammte, wollte sich der offensichtlich angetrunkene Mann nicht äußern. Auch die Personen beider Gruppen, von denen Personalien erhoben wurden, waren äußerst unkooperativ und machten zum Hergang des Geschehens keinerlei Angaben.

Nach Zeugenaussagen und ersten Ermittlungen der Bundespolizei, war es an der Hackerbrücke zu einer Rangelei gekommen. Während die eine Personengruppe in eine S6 gestiegen war, verblieb die andere am Bahnsteig. Es entwickelte sich durch die geöffnete Türe eine verbale Auseinandersetzung. Nachdem diese in körperliche Attacken übergingen, dabei auch eine Bierflasche zu Bruch ging, wurde von einem Fahrgast die Notbremse gezogen.

Durch die Auseinandersetzung war es auch zu Verspätungen im S-Bahnverkehr gekommen. Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen.

Wer sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 089/5155500 bei der Münchner Bundespolizei zu melden.

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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