Neuer Zeuge gibt Hinweise

Wurde der Bögerl-Mord im Knast geplant?

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Maria Bögerl wurde im Jahr 2010 ermordet.

München - Er wurde in München vernommen: Ein neuer Zeuge im Fall um den Mord an Maria Bögerl gibt an, im Knast von den Kidnapping-Plänen eines Mithäftlings erfahren zu haben.

In München wurde ein neuer Zeuge im Mordfall Bögerl vernommen. Wie die Bild-Zeitung aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, soll der Mord an der Frau des früheren Heidenheimer Sparkassenchefs im Gefängnis geplant worden sein. Im Mai 2010 war Maria Bögerl aus ihrem Haus entführt worden. Die Täter wollten 300.000 Euro Lösegeld, doch die Übergabe scheiterte. Anfang Juni hatte ein Spaziergänger die Leiche der Frau gefunden.

Der neue Zeuge war schon einmal vor zwei Wochen in Stuttgart verhört worden. In München soll er den Ermittlern nun gesagt haben, er habe in einem deutschen Gefängnis die Pläne eines Mithäftlings mitbekommen, der Skizzen und Pläne für eine Geiselnahme in Heidenheim angefertigt habe. Über ein eingeschleustes Handy habe der Mithäftling immer wieder Kontakt zu einem Komplizen gehabt, berichtet die Bild-Zeitung.

Der nun vernommene Zeuge gibt laut dem Boulevardblatt an, die Polizei nach seiner Haftentlassung - und noch vor dem Mord an Bögerl -  in die Pläne seines Mithäftlings eingeweiht zu haben. Die Staatsanwaltschaft gab gegenüber der Bild-Zeitung an, die Aussagen der Zeugens nun bewerten und überprüfen zu wollen.

Im Vorfeld der Vernehmung waren Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Mannes aufgekommen. Laut der Staatsanwaltschaft Augsburg soll der Zeuge ein Trickbetrüger sein, gegen ihn laufe ein Verfahren wegen Vermögensdelikten. Der Mann wolle einen Deal, so die Staatsanwaltschaft: Für seine Hilfe im Mordfall Bögerl hoffe er auf ein Entgegenkommen in seinem Untreue-Verfahren.

wei

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