Anwohner ärgern sich

Wiesn vorbei, Absperrungen noch da

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Zwei Wochen nach der Wiesn stehen im Westend, hier die Gollier-/Ecke Schießstättstraße, noch Verkehrszeichen, die das Parksperrgebiet ausweisen.

München - Anwohner rund um die Theresienwiese ärgern sich, dass Wiesn-Verkehrszeichen immer noch stehen.

Zwei Wochen im Jahr, wenn die Wiesn tobt, brauchen die Anwohner rund um die Theresienwiese starke Nerven. Der Trubel ist erst einmal vorbei, Aufregepotenzial gibt es trotzdem noch: Die Absperrungen und Schilder, die das Parksperrgebiet während des Oktoberfests kennzeichnen, stehen auch rund zwei Wochen nach Wiesnende noch – „wie jedes Jahr“, klagt eine Anwohnerin aus der Anglerstraße im Westend. „Ich verstehe nicht, warum es so lange dauert, die wieder zu entfernen.“

Sie berichtet, dass die Schilder erst am Donnerstag vor Wiesnbeginn aufgestellt wurden. „Das fand’ ich gut, weil man nicht davor schon belästigt wurde.“ Sie hatte gehofft, sie würden ebenso schnell wieder verschwinden.

Sprecherin Dagmar Rüme-napf vom Baureferat erklärt, dass man zusammen mit der Polizei bereits Wochen vor Beginn des Oktoberfests das Gelände sichert und die umliegenden Stadtquartiere umfangreich ausschildere. Dementsprechend müssten nach der Wiesn rund 1000 zusätzliche Verkehrszeichen – Umleitung, Sperrung, Taxiplatz, Halteverbot – sowie Zufahrtssperren sukzessive rückgebaut und abtransportiert werden. „Diese Maßnahmen dauern bis zu vier Wochen nach Ende der Wiesn“, erklärt Rümenapf.

So lange wollen einige Anwohner nicht warten. Sie schieben die Schilder eigenhändig von der Straße auf den Gehweg, wo sie dann den Fußgängern im Weg stehen. Die Verkehrszeichen dürfen jedoch nur von der Polizei auf die Seite geräumt werden, bevor das Baureferat sie abtransportieren kann.

Im Baureferat bemüht man sich, die restlichen Schilder so schnell wie möglich zu entfernen, verweist jedoch auf weitere Großveranstaltungen in den vergangenen zwei Wochen, etwa den München-Marathon, wo ebenfalls zahlreiche Verkehrszeichen auf- und abgebaut werden mussten. 

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