Streik-Folgen sollen ausgeglichen werden

Wegen Sonntagsarbeit: Zoff bei der Post

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Verdi-Mitglieder demonstrierten vor dem Briefzentrum gegen Sonntagsarbeit.

München - Die dritte Woche im Post-Streik beginnt - und es gibt Ärger um die Sonntagszustellung liegengebliebener Briefe. Verdi demonstrierte deswegen an der Arnulfstraße.

Der Post-Streik geht in die dritte Woche - jetzt gibt es Zwist um die Sonntagszustellung liegen gebliebener Briefe und Pakete. Als „nicht rechtmäßig“ bezeichnete die Gewerkschaft Verdi am Sonntag das Verhalten der Post.

Das Unternehmen hatte laut Verdi Mitarbeiter mit Prämien gelockt, am Sonntag zu arbeiten. 100 Euro und einen Sonntagszuschlag sollen die Freiwilligen bekommen haben. Und so arbeiteten am Briefzentrum in der Arnulfstraße mehr als 80 Postler.

Vor den Toren demonstrierten dagegen seit fünf Uhr morgens rund 50 Verdi-Mitglieder. „Ziel der Aktion ist nur, die Streikenden zu demoralisieren“, sagte David Merck, stellvertretender Verdi-Landesvorsitzender für den Bereich Post und Logistik.

Auch gekommen war Münchens ehemaliger Dritter Bürgermeister und jetziger bayerischer Verfassungsrichter Klaus Hahnzog:  „Hier wird gegen das Verbot der Sonntagsarbeit verstoßen.“

Rund 28.000 Pakete haben sich nach Angaben von Verdi seit Beginn des Streiks im Briefzentrum angehäuft. Die Post verteidigt die Sonntagsarbeit. „Wir unternehmen alles, um Briefe und Pakete noch rechtzeitig zuzustellen“, so Sprecher Dieter Nawrath. „Dabei bewegen wir uns aber immer im rechtlichen Rahmen.“

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