Bürgerversammlung

Schwanthalerhöhe: Bürger sind genervt von der Verkehrsbelastung

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Auf der Bürgerversammlung Schwanthalerhöhe geht es vor allem um Verkehr. zu viele Autos, zu wenige Parkplätze, zu hohe Belastung. 

München - Der Verkehr bleibt das große Thema der Schwanthalerhöhe. Das hat die Bürgerversammlung gezeigt. In fast der Hälfte aller Anträge ging es um die Verkehrssituation: zu viele Autos, zu wenige Parkplätze, zu hohe Belastung. Die meisten Anliegen stießen auf Zustimmung. Nur ein Vorschlag wurde abgelehnt – im knappsten Wahlgang des Abends.

Mit 44 zu 43 Stimmen votierten die Bewohner der Schwanthalerhöhe gegen den Bau eines Bremshügels auf der Trappentreustraße. Ein Anwohner hatte vorgeschlagen, auf diese Weise gegen Temposünder vorzugehen. „Die Autofahrer sind zu schnell und sehen die Fußgänger erst sehr spät.“ Deshalb schlug er den Bremshügel in Nähe der Zebrastreifen vor. Überzeugen konnte er allerdings nur knapp die Hälfte der anwesenden Bürger. Der Vorschlag fiel deshalb durch.

Um die Trappentreustraße ging es auch in einem zweiten Antrag: Auf Höhe des Gollierplatzes ist die Durchfahrt für Autos verboten. Dieses Verbot werde „systematisch missachtet“, sagte ein Anwohner auf der Bürgerversammlung. Zwischen 30 und 50 Autos führen dort pro Stunde durch. Er forderte die Stadt deshalb dazu auf, eine feste Radarsäule aufzustellen. Außerdem solle das Tempolimit an den Bushaltestellen auf zehn Stundenkilometer reduziert werden. Erich Schlittenbauer vom Kreisverwaltungsreferat wandte ein, dass Autofahrer, die das Durchfahrtsverbot ignorierten, wohl kaum eine Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten würden. Die Bürgerversammlung stimmte dem Antrag dennoch zu.

Bedenken wegen neuem Einkaufszentrum 

Auch das Forum Schwanthalerhöhe, das 2018 an der Schwanthalerstraße 111 eröffnet wird, war Thema. Anwohner fürchten, dass das Einkaufszentrum die Verkehrslage im Viertel verschlimmern könnte. Der Händlerverkehr sei schon jetzt enorm; außerdem seien viele Pendler unterwegs. Deshalb schlug ein Anwohner vor, die Durchfahrt in diesem Bereich nur für Anlieger zu erlauben. Auch dieser Vorschlag fand bei den Bewohnern des Viertels Zuspruch.

Der zuständige Bezirksausschuss (BA) muss sich nun innerhalb von drei Monaten mit den angenommenen Anträgen befassen. Die Vorsitzende Sibylle Stöhr (Grüne) sagte, der BA sei sich der Problematiken bewusst und suche nach Lösungen. Für die „ganz großen Probleme der Stadt“ – etwa Feinstaub oder die Verkehrsbelastung – sei allerdings eine „radikale Wende, zum Beispiel ein Fahrverbot in der Innenstadt oder eine City-Maut“ nötig. Dafür ist der Stadtrat zuständig, bei dem diese Themen ebenfalls Dauergast sind. 

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Constanze Radnoti

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