Seit Jahren leer stehend 

Jahrelang war dieses Münchner Haus Symbol für Verwahrlosung - nun soll es zum Leben erweckt werden

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Das ehemalige Schnitzelhaus: Vergangenes Jahr war es sogar mal kurzfristig besetzt. 

Das leer stehende „Schnitzelhaus“ auf der Schwanthalerhöhe soll endlich wiederbelebt werden. Darauf lässt der Bauantrag hoffen, der aktuell vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung geprüft wird.

München - Beantragt werden darin ein Anbau sowie eine Nutzungsänderung für das Gebäude in der Holzapfelstraße 10. Statt einer Gaststätte sollen künftig im Erdgeschoss Büros untergebracht werden. „Wir hoffen, dass das Haus nächstes Jahr bewohnbar wird“, erklärt dazu Sibylle Stöhr (Grüne), Vorsitzende des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe.

Seit Jahren steht das sogenannte Schnitzelhaus in der Holzapfelstraße in der Kritik. Obwohl immer wieder Bauanträge gestellt wurden – welche die Behörde auch genehmigte –, stand das Gebäude über viele Jahre leer und verfiel zusehends. Auf Anfrage listet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung die Genehmigungslage so auf: Bereits im Jahr 2010 wurden eine Vergrößerung der Gaststätte sowie der Umbau und die Ertüchtigung der Deckenkonstruktion der Gaststätte im Erdgeschoss mittels zweier Stahlträgerstützen genehmigt. Im Jahr 2011 wurden ein Dachgeschoss-Ausbau sowie der Umbau der Wohnungen, ein Neubau der Treppe sowie ein Aufzug und Balkone genehmigt. Heuer wurden schließlich der Abbruch und die Neuerrichtung des Daches mit vergrößerten Abmessungen zugelassen.

Stadt reagiert: Bußgeld gegen Eigentümer

Verändert hat sich das Schnitzelhaus aber in all den Jahren trotzdem kaum. „Die genehmigten Vorhaben wurden teilweise begonnen und dann wieder unterbrochen“, verlautet aus dem Referat für Stadtplanung.

Deswegen verhängte die Stadt gegen die Eigentümer ein Bußgeld wegen Zweckentfremdung. Mit der städtischen Zweckentfremdungssatzung ahndet die Stadt München seit 2015 verschärft Wohnungseigentümer, die zum Beispiel ihr Eigentum länger als drei Monate unbewohnt lassen, obwohl nicht saniert oder modernisiert wird.

Aktuell ist das Gebäude nun eingerüstet, und ab und zu dringen Baugeräusche heraus. Ob sich aber die Hoffnung erfüllt und das Haus im nächsten Jahr bezugsfertig ist, bleibt abzuwarten. „Eine Aussage zur Fertigstellung der Vorhaben kann von unserer Seite nicht getroffen werden“, sagte der Sprecher des Referats für Stadtplanung.

Beatrix Köber

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