Kein Gebot

Die Stadt rettet Gammel-Haus im Westend nicht

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Das „Dönerhaus“ wird nicht schöner: Das Eckhaus an der Schwanthaler- und Holzapfelstraße gammelt seit Jahren vor sich hin – daran wird sich einstweilen nichts ändern. 

München - Beim Gasthaus zum Riedwirt an der Schwanthalerstraße 119 herrscht seit Jahren Still- und Leerstand. In bester Lage verrottet die Immobilie, die seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr bewohnbar ist. Die Stadt kann und will daran offenbar nichts ändern.

Zumindest entschied sich der Stadtrat im Herbst nicht dafür, bei einer Versteigerung des Hauses mitzubieten. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Linken im Rathaus hervor.

Am 14. September wollten die Stadträte Cetin Oraner und Brigitte Wolf wissen, wie die Stadt ihr Vorkaufsrecht der Immobilie nutzen könnte. Denn die liegt eindeutig im Erhaltungssatzungebiet. Anlass war die für 26. September angesetzte Zwangsversteigerung des Hauses. Doch die wurde wiederum kurzfristig abgesagt, offenbar konnte der Eigentümer in letzter Sekunde Schulden begleichen. Mitgeboten hätte die Stadt ohnehin nicht: Der Stadtrat fand dafür keine Mehrheit – mit 8 zu 8 Stimmen habe eine Pattsituation in der Frage geherrscht, teilt das Kommunalreferat mit.

Wie sich die Situation nun weiterentwickelt, ist unklar. Zurzeit stehe das Haus nicht mehr zur Versteigerung, geschweige denn zum Verkauf, so das Referat. Bei einer Versteigerung wäre zudem unklar, ob die Stadt ihr Vorkaufsrecht nutzen könnte, auch wenn sie mitbietet. Der geschätzte Wert von Haus und Grund beträgt etwa drei Millionen Euro. Befürchtet wird, dass Interessenten auf dem freien Markt deutlich mehr hinblättern könnten. Und die Stadt dürfte nur bis zum Schätzwert mitbieten. 

inc

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