Treffen im historischen Kellergewölbe

Geheim und elitär: Warum in diesen Club nur Superreiche dürfen

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Hier speist man wie im Schloss: Im 350 Jahre alten Bierkeller naher der Theresienwiese herrscht Luxus pur.

Der prächtige „Contenance Club“ ist ausdrücklich einer elitären Klientel vorbehalten – Jahresbeitrag: 50 000 Euro. Ist man einmal drin, erwartet einen nur das Feinste vom Feinsten.

München - König Ludwig II. würde diesen neuen, geheimen Luxusclub im Herzen Münchens wohl nicht mehr verlassen. Die Räume sind eine Mischung aus den prachtvollen, goldverzierten Festsälen von Schloss Neuschwanstein und der Venusgrotte von Schloss Linderhof. Und das Leonardo-da-Vinci-Zimmer wäre eine Zier für jeden Papstpalast. Der Münchner Merkur undtz haben die heiligen Hallen bereits betreten.

Das Kaiserzimmer mit einem Bild von Franz Joseph.

Fein, geheim und privat: Das ist das Motto einer Handvoll einflussreicher Münchner Herren, die das Konzept zum „Contenance Club“ in einem 350 Jahre alten Andechser Bierkeller in der Nähe der Theresienwiese entwickelt haben. Bis auf Walter Dietrich, Vorstand des Lions Club, möchte keiner der Initiatoren genannt werden. Eintreten in den Edelladen für Superreiche darf nur, wer die Ideologie der Macher versteht. Nur Mitglieder und ausgewählte Gäste können das Luxusversteck aufsuchen, der Jahresbeitrag beträgt zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Wer eine E-Mail von den Chefs erhält, wird dreimal eingeladen, für jeweils 500 Euro. Doch das heißt noch nichts: Die Chefs entscheiden, wer weiterhin Gast sein darf. Um die Diskretion zu wahren, bringt ein Shuttle die Gäste in den Prunk- und Protz-Palast, über Geheimgänge geht es ins Innere.

350 Quadratmeter pure Pracht, edler Champagner und das teuerste Fleisch der Welt

Hier erwarten den Gast 350 Quadratmeter pure Pracht. Dazu gehören handbemalte Kunstwerke auf Blattgold – wir sehen König Ludwig II. und Kaiser Franz Joseph. Logisch: Da muss auch die Ausstattung herrschaftlich sein - Kronleuchter und goldenes Besteck, versteht sich. Zu trinken gibt’s edelste Tropfen: Champagner von Laurent-Perrier und Beluga-Vodka. Exklusiv für diesen Club hat man Sechs-Liter-Flaschen der Nobel-Spirituose entworfen. Und auf dem Teller? Da landet zum Beispiel Kaviar und Kobe-Rind, das teuerste Fleisch der Welt, das aus Japan kommt. Zwei begehbare Weinkeller für Weiß und Rot, eine Zigarrenlounge sowie ein beheizter Wintergarten runden das Luxuspaket ab. Und als Gesprächspartnerinnen stehen – auf Wunsch – gecastete Models bereit.

König Ludwig II. und Sisi zieren die Wände.

Wann der Club zum ersten Mal öffnet, ist streng geheim. Nur König Ludwig II. kann von seinem Thron – einer mit Swarovski-Steinen besetzten Wassersäule – aus sehen, welches Volk sich in Münchens derzeit geheimnisvollster Location tummeln wird. Unter dem Granitboden fließt ein Kanal, der wie ein roter Teppich beleuchtet wird und die Kini-Büste hervorhebt. Im Hintergrund ertönt Wagners „Parsifal“, eine Lieblings-Oper des Monarchen.

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