Am Sonntag wurde er beerdigt

Verstorbene Döner-Legende: Bewegende Trauerfeier in Alis Laden

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Mit einer Trauerfeier in seinem Laden verabschiedeten gestern Abend die Freunde von Onkel Ali.

Das Westend trauert um Onkel Ali. Der beliebte Dönermann konnte das, was in unserer Gesellschaft oft verloren gegangen ist: zuhören. Ihm konnte man von seinen Sorgen erzählen. Am Sonntag wurde er beerdigt.

Die Münchner kamen zu Ali Turgut auf die Schwanthalerhöhe, weil man sich in seinem Laden an der Alten Messe geborgen fühlte. Und: Für viele machte der Mann aus Izmir den besten Döner der Stadt – auch, weil Onkel Ali bei jedem seiner Stammgäste wusste, welche Zutaten er jeweils bevorzugt.

Am 1. November ist Onkel Ali im jungen Alter von 44 Jahren gestorben. Ausgerechnet sein Herz, das so groß und voller Liebe für die Menschen war, hat versagt. Am Sonntagabend fand die Trauerfeier für Onkel Ali in seinem Laden statt. Dem Ort, der Ali so viel bedeutet hat. Familie, Freunde und Kunden haben Abschied genommen, um dem Mann zu danken, der ihnen stets ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Sein Traum vom eigenen Laden war erst im Juli in Erfüllung gegangen. Warum musste er ausgerechnet jetzt gehen, fragten sich die Trauernden. Was sie tröstet ist, dass er so zufrieden und glücklich wie nie zuvor war. Onkel Ali wird fehlen. Seine Seele aber bleibt – und der Laden geht weiter. „Das hätte Ali so gewollt“, sagen die Betreiber.

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