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Schweinegrippe: Tipps für Eltern und Lehrer

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Starnberg - Wie schütze ich mich vor der Schweinegrippe? Was tun, wenn mein Kind krank erscheint? Der Landkreis Starnberg hat wichtige Hinweise für Eltern und Lehrer zusammengestellt.

Was ist die Neue Grippe?

Bei der Neuen Influenza handelt es sich um eine Infektion mit dem neuartigen Influenzavirus A/H1N1, das im April 2009 in Nordamerika nachgewiesen wurde und sich derzeit weltweit verbreitet.

Übertragung

Die Übertragung von Influenzaviren erfolgt überwiegend beim Sprechen, Husten und Niesen durch virushaltige Tröpfchen aus den Atemwegen. Diese können auf die Schleimhaut von Personen in der Umgebung gelangen und diese anstecken. Besonders gefährdet sind Personen, die sich im Umkreis von bis zu 2 Metern aufhalten. Zu einer Übertragung kann es auch über Hände oder über Gegenstände kommen, wenn an diesen Influenzaviren haften (z.B. Türklinken, Telefonhörer, Gebrauchsgegenstände, Arbeitsflächen). Darum ist eine sorgfältige Händehygiene besonders wichtig.

Die Ansteckungsfähigkeit ist hoch. Sie beginnt bereits einen Tag vor Auftreten der Erkrankung und besteht danach für etwa 7 Tage. Kleine Kinder scheiden die Viren in größeren Mengen und über einen längeren Zeitraum bis zu 10 Tagen aus.

Krankheitsbild

Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen meist 1 bis 3 Tage (maximal 7 Tage; sogenannte Inkubationszeit). Typisch für eine Grippe-Erkrankung sind plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl, Fieber über 38°C, trockener Reizhusten, Muskel- und/oder Kopf und Halsschmerzen. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden im Laufe weniger Tage wieder ab. Bei einigen Patienten kann sich ein schweres Krankheitsbild mit Komplikationen entwickeln.

Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf sind Patienten mit chronischen Begleitkrankheiten (insbesondere Lunge, Herz, Diabetes), ältere Personen, Personen mit Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Behandlung sowie Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder.

Behandlung

Es stehen wirksame antivirale Arzneimittel zur Verfügung. Über den Einsatz von Arzneimitteln entscheidet der behandelnde Arzt.

Influenza in Gemeinschaftseinrichtungen

Infektionskrankheiten treten gehäuft in Gemeinschaftseinrichtungen auf, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden. Die Häufigkeit der Ausbrüche wird beeinflusst durch Alter und Immunstatus, Anzahl und Gruppengröße, Kontaktmöglichkeiten und die hygienischen Gewohnheiten von Betreuten und Betreuern. Wegen des engen Personenkontaktes in Gemeinschaftseinrichtungen spielen gerade Kinde rund Jugendliche als Reservoir für die Weiterverbreitung der Influenza eine große Rolle. Infektionen, welche in Gemeinschaftseinrichtungen erworben werden, können zu Hause auf Familienmitgliedern und somit wiederum auf die Gemeinschaft übertragen werden.

Vorbeugung einer Verbreitung von neuer Influenza in Gemeinschaftseinrichtungen

Erkrankte Kinder (bis zum vollendeten 14. Lebensjahr) werden für mindestens 10 Tage, erkrankte Jugendliche und Erwachsene werden für mindestens 7 Tage vom Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung ausgeschlossen, damit sie andere Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal nicht anstecken. Das Gesundheitsamt teilt den Eltern mit, wann eine Ansteckungsgefahr nicht mehr besteht und das Kind wieder in die Schule gehen kann. Erkrankte Lehrerinnen /Lehrer müssen mindestens 7 Tage der Einrichtung fernbleiben.

Wie kann ich mich und andere vor der Influenza schützen?

Beachten Sie ihre persönliche Hygiene. Waschen Sie die Hände gründlich und häufig mit Seife und warmen Wasser, insbesondere nach Husten, Niesen, Naseputzen, nach Personenkontakten, nach Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor der Nahrungsaufnahme.

Vermeiden Sie das Händegeben, Anhusten oder Anniesen.

Zum Naseputzen Papiertaschentücher benutzen und diese gleich nach Gebrauch über den

Hausmüll oder die Toilette entsorgen.

Diese Hygieneregeln sollten Sie auch ihren Kindern beibringen.

Distanz halten!

Vermeiden Sie unnötigen engen Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen.

Vermeiden Sie es, anderen Menschen die Hand zu geben.

Vermeiden Sie öffentliche Verkehrsmittel und Menschenansammlungen, wie

Sportstätten, Theater, Kinos, Kaufhäuser.

Reduzieren Sie unnötige soziale Kontakte mit möglicher Ansteckungsgefahr

(Kundengespräche, Besuche bei Angehörigen, Freunden)

Lüften Sie gemeinsam benutzte Räume regelmäßig alle 1 bis 2 Stunden für 5 Minuten

Wer an Influenza erkrankt ist, sollte zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken

Empfehlungen zum persönlichen Infektionsschutz finden Sie bei der Aktion „Wir gegen Viren“.

Was tun, wenn mein Kind erkrankt?

Alle Informationen gibt‘s auch als

PDF vom Landratsamt Starnberg

zum Nachlesen.

Achten Sie bei Ihrem Kind und bei sich auf Anzeichen einer Influenza wie plötzliches hohes Fieber über 38°C mit Husten oder Atembeschwerden. Falls Sie befürchten, dass ihr Kind an der Neuen Grippe erkrankt ist, rufen Sie Ihre Kinderärztin / Ihren Kinderarzt an und weisen Sie auf ihr Anliegen hin. Der Arzt sollte erst nach vorheriger telefonischer Absprache terminlicher und organisatorischer Einzelheiten aufgesucht werden.

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