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Video: Schwelbrand in Maissilo

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Unterstrogn - Der Mais ist heiß: Einen schweißtreibenden und komplizierten Einsatz haben 70 Feuerwehrleute hinter sich.

Nachdem am Samstag im Maistrockner im BayWa-Lagerhaus in Unterstrogn ein Schwelbrand ausgebrochen war, mussten 40 Tonnen Getreide ins Freie geschaufelt werden. Gegen 10.30 Uhr nahm ein Mitarbeiter am Trockner Brandgeruch wahr. Er stoppte die Anlage und alarmierte die Feuerwehr. 70 Einsatzkräfte der Wehren Bockhorn, Grünbach, Erding, Reichenkirchen und Fraunberg rückten nach Unterstrogn aus. Drei Stunden lang mussten sie Schwerstarbeit verrichten. „Es war extrem schwierig, den Brandherd zu lokalisieren, berichtet Bockhorns Zweiter Kommandant Josef Czech.

Ein Teil der Aktiven entleerte ein Lager für die getrockneten Körner. „Es hätte ja sein können, dass die Glut auch dorthin transportiert wurde“, erklärte Czech. Zum Glück konnte aus diesem Bereich rasch Entwarnung gegeben werden. Gleichzeitig lief der komplizierte Lösch- und Bergungseinsatz im Trockner selbst an, bei dem die Wärmebildkamera und die Drehleiter der Erdinger Feuerwehr eingesetzt wurden. So wurde die Temperaturentwicklung an der Außenhaut ständig überwacht. „Das Vordringen war wegen der verschachtelten Bauweise des Turms extrem aufwändig“, sagt Czech. Schließlich konnte man den Mais soweit entfernen, dass die Einsatzkräfte einen Stock erreichten, in dem sich verkokeltes Getreide festgesetzt hatte. Behutsam wurde dieser Bereich abgelöscht. Sofort gab es große Wasserdampfwolken, die die Anlage durch den Schornstein verließen. Drei Stunden dauerte es, bis die laut Polizei rund 40 Tonnen Mais ins Freie befördert und zum Teil auf Kipper verladen waren. Noch ist unklar, ob an der Anlage ein Schaden entstanden ist, teilte Polizeisprecher Konrad Ecker am Sonntag mit. Dies soll im Laufe des Montags eine Beschau mit den Betreibern der Anlage ergeben.

Hans Moritz

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