Schwere Entscheidung auf dem Nockherberg

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Der Nockherberg 2009, als die Veranstaltung wegen Winnenden kurzfristig verschoben wurde.

München - Schon vergangene Woche stand das Derblecken am Nockherberg auf der Kippe – bringt die Libyen-Krise nun das endgültige Aus für die Veranstaltung am Mittwoch?

Die Hiobsbotschaften nehmen kein Ende: Nach der Katastrophe in Japan herrscht nun Krieg im Mittelmeer.  Im Jahr 2009 wurde das Derblecken wegen des Amoklaufs in Winnenden auf das Ende der Starkbierzeit verschoben. Bereits zwei Mal war ein Krieg der Grund für eine Absage: 1991 und 2003. In beiden Jahren blickte die Welt auf den Irak.

Die Paulaner-Brauerei begründete die letzte Absage mit den Worten: „Der Ernst der weltpolitischen Lage verbietet es nach der Einschätzung aller Beteiligten, zu diesem Zeitpunkt eine kabarettistische Veranstaltung durchzuführen.“ Der damalige Chef der Staatskanzlei, Erwin Huber (CSU) hatte die Entscheidung 2003 begrüßt: „Eine kluge Entscheidung. Im Schatten eines Krieges wäre eine solche Veranstaltung unpassend.“

Die Ausgangslage heuer ist ähnlich. Dennoch wolle die Brauerei abwarten, sagt Geschäftsführer Andreas Steinfatt zur tz. „Zum aktuellen Zeitpunkt ist der Stand, dass das Derblecken stattfindet.“ Die Proben würden wie geplant weiterlaufen, auch Luise Kinseher feile noch fleißig an ihrer Rede. „Aber da zur Zeit ständig neue Dinge passieren, die wir nicht beeinflussen können, werden wir uns die Möglichkeit einer Absage weiter offen halten – sie kann theoretisch auch am Mittwoch noch erfolgen.“

Die Brauerei stünde weiterhin in ständiger Absprache mit der Politik. Die letzte Entscheidung aber trifft Paulaner. Sie wird nicht einfach werden.

nba

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