Schwerer Unfall: Fluglotsen bangen um ihren Chef

München - Schock für die Fluglotsen am Münchner Airport: Manuel S., Leiter der Deutschen Flugsicherung in München und Chef von rund 500 Mitarbeitern, ist am Montagabend bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn in der Nähe von Würzburg schwer verunglückt.

Nach Angaben der Polizei schwebte er gestern immer noch in Lebensgefahr. Nach Informationen der tz war der 49-Jährige am Montag bei einem Meeting im hessischen Langen, wo die Deutsche Flugsicherung ihren zentralen Sitz hat. Am Abend machte er sich dann mit seinem BMW auf den Heimweg nach München.

Es war gegen 21 Uhr – Manuel S. war zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Anschlussstelle Marktheidenfeld unterwegs –, als es passiert: Aus bisher ungeklärten Gründen kam der Manager mit seinem Auto ins Schleudern und knallte in den Anhänger eines vor ihm fahrenden Lastzuges. Von dort wurde er regelrecht weiter katapuliert, bis die Frontseite des Wagens die Mittelleitplanke traf.

Der Aufprall war so heftig, dass die Rettungskräfte Manuel S. zunächst gar nicht bergen konnten.  Feuerwehrleute aus Marktheidenfeld und Kreuzwertheim schnitten den Schwerstverletzten schließlich mit Rettungsscheren aus dem Wrack. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde er dann in ein Würzburger Krankenhaus gebracht.

Der Lkw-Fahrer, ein 52-Jähriger aus dem Kreis Steinfurt im Münsterland, berichtete der Polizei, dass er kurz vor dem Unfall die Spur gewechselt hatte, weil auf dem Standstreifen ein Pannen-Lkw stand. Zwang dies Manuel S. zu einer Notbremsung? Kam er dann ins Schleudern, weil die Straße nach Graupelschauern schmierig geworden war? Die Polizei hofft, durch weitere Zeugenaussagen den Unfallhergang klären zu können.

Manuel S. arbeitet seit über 20 Jahren für die Flugsicherung. Er begann als Fluglotse in München, wechselte dann nach Frankfurt und kehrte 2010 wieder nach München zurück – als Chef des Flugsicherungscenters, das für die Flugbewegungen in ganz Süddeutschland zuständig ist.

Mit seiner Familie hoffen auch seine Freunde vom Rotary-Club München Flughafen, dass er bald wieder gesund wird.

WdP

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