Seehofer: BR-Konzertsaal kommt!

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Horst Seehofer

Berlin - Nach dem Neujahrskonzert des BR-Symphonieorchesters hat Horst Seehofer ein Plädoyer für einen neuen Konzertsaal in München gehalten.

Das politische Berlin liebt die bayerischen Feste – weil’s dort Schweinsbraten, Brezen und Weißbier gibt. Seit Dienstag aber auch, weil es das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gibt. Das Neujahrskonzert von Mariss Jansons und seinem Top-Orchester wurde von den Berlinern und Polit-Promis wie Verbraucherministerin Ilse Aigner oder Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse bejubelt.

Ministerpräsident Horst Seehofer ließ mit Beethoven und Brahms auch die derzeitige bayerische Bundesratspräsidentschaft feiern. Das Konzert wurde großteils von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) finanziert. Beim anschließenden Empfang in der Bayerischen Vertretung nutzte Seehofer den allgemeinen Jubel über das „Weltklasseorchester“ für ein Plädoyer für einen neuen Konzertsaal in München: „Wir haben in München Dirigenten, die Genies sind, wir haben Orchester, die Weltklasse sind. Da kann es doch keinen Zweifel mehr geben, dass wir einen zweiten Konzertsaal brauchen!“ Im Gespräch mit der tz präzisierte der Ministerpräsident: „Wenn wir auch in der Kultur Weltspitze bleiben wollen, müssen wir auch optimale Bedingungen dafür bieten. Ich verspreche, dass die Investition für den neuen Konzertsaal nicht zu Lasten der Provinz gehen wird: Wenn die Hofer Symphoniker mehr Ausstattung brauchen, werden sie sie auch bekommen. Wir spielen das eine nicht gegen das andere aus.“

Münchens OB Christian Ude ist da bekanntlich anderer Meinung – auch wenn Seehofers SPD-Herausforderer zuletzt seine Zweifel an dem 200 bis 300 Millionen Euro-Projekt Traum nicht mehr ganz so laut wie früher vorträgt. Seehofer lässt die Verschwendungs-Kritik nicht gelten und verweist darauf, dass die Wirtschaft einen „Großteil“ der Kosten mit Spenden tragen werde. Unternehmensberater Roland Berger pflichtet da bei: „Wir Bayern werden bei der Akustik dieses Saals beweisen, dass wir auch das besser können als die anderen!“ Das ist auch die Grundbedingung des Chefdirigenten: „Wenn wir überhaupt einen Saal bekommen, muss er Spitzenklasse sein“, so Jansons zur tz. „München als eine der weltweit führenden Musikstädte hat das verdient!“

Klaus Rimpel

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