Seil zu kurz: Kletterer (39) ist gelähmt

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An dieser Wand geschah das Unglück.

Das Seil hätte 50 Meter lang sein sollen. Tatsächlich hatte es aber nur 26 Meter. Die Folge eines Versehens? Kein Kletterer würde absichtlich mit einem viel zu kurzen Seil in die Wand steigen.

Einen Tag nach dem Absturz eines Postangestellten (39) im Thalkirchner Kletterzentrum ist die Polizei der Unfallursache zumindest ein wenig näher gekommen. Die beiden Männer konnten aber noch nicht vernommen werden. Der 39-Jährige wählte Montagfrüh eine eher einfache Routen-Variante, stieg bis ganz oben auf 18 Meter Höhe. Er wurde dabei von einem Freund – einem Informatiker (40) – gesichert.

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Drama an der Kletterwand

Beim Abseilen jedoch rutschte ihm das Ende zu kurzen Seils durch den Sicherungs-Karabiner. Im freien Fall stürzte der 39-Jährige aus etwa acht Metern Höhe zu Boden. Dabei erlitt er eine sehr schwere Rückenverletzung. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der 39-Jährige vom ersten Wirbel abwärts querschnittsgelähmt. Ob Spezialisten ihm trotzdem noch helfen können, wird sich in den nächsten Tagen erweisen. Ein einziger Fehler hat diesen sportlichen Mann von einer Sekunde auf die andere aus dem aktiven Leben gerissen und zu einem Pflegefall gemacht. Eine menschliche Tragödie – auch für seinen Kameraden.

Thomas Bucher, Sprecher des DAV, ist tief betroffen: „Wir haben nicht gewusst, dass er so schwer verletzt ist.“ Klettern in der DAV-Anlage geschieht auf eigene Gefahr: „Das unterschreibt jeder bei der ersten Anmeldung. Die meisten bringen auch ihre eigene Ausrüstung mit.“ An jedem Aufstieg steht unübersehbar das Warnschild „Partnercheck“. in jeder Halle befinden sich Tafeln mit Sicherheitschecks. Bucher: „Wir werden den schlimmen Unfall aber noch einmal zum Anlass nehmen, auf die strikte Einhaltung der Regeln hinzuweisen.“

dop.

Quelle: tz

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