Iraner vor Gericht

Hat er seine Schwägerin vergewaltigt?

Der mutmaßliche Täter Behrooz J.

München - Behrooz J. (44) weint vor Gericht. Langsam, aber stetig laufen seine Tränen das bleiche Gesicht hinab. Er soll seine zukünftige Schwägerin vergewaltigt haben.

Immer wieder wischt der Iraner seine Augen mit einem Taschentuch. Auf der Anklagebank sitzt ein geknickter Mann. Der Taxifahrer und Familienvater soll laut Anklage seine Schwägerin in spe vergwaltigt haben (Az 812 Ls 456 Js 128804/13).

Zunächst scheint der Fall klar. Behrooz J., der seit dem 24. März 2012 in U-Haft sitzt, lässt seine Anwältin eine Erklärung abgeben. Er gesteht darin die Tat, die sich zwei Jahre zuvor, am 24. März 2011, ereignet haben soll. Auf dem Sofa seiner Wohnung hat er Masha K. (Name geändert), die Schwester seiner Lebensgefährtin, laut Anklage zweimal brutal vergewaltigt. Der jungen Frau droht er: „Erzähl es niemandem, sonst passiert dir was!“

Es tue ihm leid. 1000 Euro Schmerzensgeld hat Behrooz J. bereits an sein Opfer gezahlt, die am Montag zwei Stunden lang im Angesicht ihres mutmaßlichen Peinigers aussagen musste. Allerdings tauchten dabei neue Fragen auf, die Zweifel am Geständnis aufwarfen. Der Verdacht: Hat Z. die Tat nur gestanden, um freigelassen zu werden – und so seinen Sohn wieder sehen zu können? Bis zum nächsten Termin am 4. Juli ist sein Haftbefehl außer Vollzug gesetzt.

tz

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