Durch neuartige OP-Technik

Seltener Tumor! Ärzte retten Josef (4) das Bein

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Klinikchef Rüdiger von Eisenhart-Rothe mit Josef.

München - Der kleine Josef litt unter einem sehr seltenen Tumor. Die Ärzte wollten das Bein des Kindes um jeden Preis erhalten. Und da fiel ihnen etwas ein.

Der kleine Josef (4) leidet am Ewing-Sarkom, einem seltenen Tumor, der den Knochen befällt. Vor allem Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren erhalten die Diagnose. Dass ein Vierjähriger betroffen ist – so wie Josef –, ist ausgesprochen selten. Daher mussten sich die Ärzte etwas einfallen lassen … 

Da eine Prothese bei einem solch kleinen Kind nicht verwendet werden konnte, suchten die Ärzte der Orthopädie am Klinikum rechts der Isar nach einer Methode, um das Bein des Jungen erhalten zu können. Und das glückte: Mit einer neuartigen Operationstechnik und einer Kombination aus Fremd- und Eigenknochen haben die Mediziner den nach der Entfernung des Tumors entstandenen Knochendefekt aufgefüllt. 

Klinikchef Rüdiger von Eisenhart-Rothe: „Wir hoffen außerdem, dass wir die Wachstumsfuge am Oberschenkel so gut erhalten konnten, dass das Bein weiter wächst.“ Ob das funktioniert, wird man in zwei Jahren sehen. Aber Josefs Chancen stehen gut.

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