Räuberin fordert Schmerzmittel

32-Jährige bedroht Apothekerin mit Spritze

München - Großer Schreck für eine 50-jährige Apothekerin in München-Sendling: Eine 32-Jährige bedrohte am Dienstag die Pharmazeutin mit einer Spritze und forderte die Herausagabe eines Schmerzmittels.

Wie die Polizei jetzt berichtete, kam es bereits am Dienstag am späten Nschmittag zu dem Überfall der Apotheke in der Passauer Straße in Mittersendling.

Die 32-jährige Frau aus München betrat am Dienstag gegen 17.55 Uhr die Apotheke in der Passauer Straße und forderte die Herausgabe des Schmerzmittels Fentanyl, sie so die Polizei.  Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, zeigte sie dabei der anwesenden 50-jährigen Apothekerin eine Spritze vor, in der sich eine unbekannte, rot/braune Flüssigkeit befand.

Als dies von der Pharmazeutin verweigert wurde, kam es zu einem Gerangel zwischen der Drogenabhängigen, der Apothekerin und einer hinzugekommenen 60-jährigen Angestellten. Danach gelang es der 32-Jährigen, sich Zutritt zu den hinteren Räumen der Apotheke zu verschaffen. Die beiden Frauen konnten aus der Apotheke flüchten, so sie Polizei.

Die Räuberin schnappte sich rund 550 Euro aus der Kasse und sperrte sich im Labor ein. Dort entnahm sie aus einem offen stehenden Tresor fünf Fentanyl-Pflaster. Als die Labortür durch alarmierte Beamte der Polizeiinspektion 14 geöffnet wurde, schluckte die 32-Jährige alle Pflaster.

Gegen die Tatverdächtige erließ der Ermittlungsrichter einen Unterbringungshaftbefehl. Sie wurde in eine Klinik zur ärztlichen Versorgung gebracht. Die Spritze, mit der die Apothekerin bedroht wurde, konnte hinter dem Verkaufstresen gefunden werden.

Die Apothekerin ließ sich ärztlich versorgen, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie mit der Spritze in Berührung kam.

Rubriklistenbild: © dpa

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