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Traditionslokal macht zu - oder doch nicht?

Demo für den Tannengarten - Es gibt Hoffnung!

Die Freunde des Tannengartens kämpfen für ihr Paradies.

München - Wirt Werner Ostheimer muss wohl seinen Tannengarten zusperren. Oder doch nicht? Fast 200 Sendlinger protestieren für ihre grüne Oase. Und es gibt tatsächlich Hoffnung.

Wenn nicht schnell noch ein Wunder passiert, ist im Tannengarten und dem dazugehörigen Wirtshaus Spektakel am Aschermittwoch alles vorbei: Wirt Werner Ostheimer muss das seit 125 Jahren bestehende Traditionslokal zusperren, weil sein Pachtvertrag ausläuft. Doch die Freunde der Wirtschaft geben nicht auf: Am Freitagabend demonstrierten sie gegen die Pläne der Hausbesitzer, das Lokal einem Hausneubau zu opfern. Und es gibt tatsächlich Hoffnung.

Ein buntes Völkchen marschierte am Freitag trotz klirrender Kälte vom alten Sendlinger Kircherl über die Pfeuferstraße zu der kleine grünen Oase, die all den Bauaktivitäten aus drei Jahrhunderten im Herzen Sendlings getrotzt hat: dem Tannengarten und dem dazu gehörigen Wirtshaus Spektakel. Die Eigentümer planten bisher, den Wirtshauspavillon am Biergarten abzureißen und ein großes neues Gebäude hinzustellen. Eine Bauvoranfrage wurde schon eingereicht. Für ein Wirtshaus, so die Begründung der Sendlinger, wäre dann kein Platz mehr. Und ohne Wirtshaus kein Biergarten …

Im Sommer war der Tannengarten seit 1889 Jahren das Refugium der Bewohner von Alt-Sendling – das Idyll ist massiv bedroht.

Über 5000 Unterschriften sammelte die Bürgerinitiative „Rettet den Tannengarten“, die am Freitag nach der Demo 150 Grablichter im Biergarten aufstellte und anzündete – ein Lichtermeer für den Erhalt des Stadtteiltreffs. Anschließend ließ die Country- und Folkband „So What“ die Saiten glühen. „Es war wirklich toll, ich hätte nie mit so vielen Teilnehmern an unserem Mahnmarsch gerechnet“, so Kriemhilde Klippstätter, Sprecherin der Bürgerinitiative zur tz. 3000 Unterschriften waren schon im Herbst an den Sendlinger Bezirksausschussvorsitzenden Markus Lutz (SPD) überreicht worden, die restlichen wollten die Tannengarten-Freunde an OB Dieter Reiter (SPD) übergeben, der um die Ecke wohnt. Auf die Einladung, so Klippstädter, gab es keine Reaktion. Stattdessen nahm wieder Bezirkschef Lutz die Listen entgegen.

Es gibt noch ein bisschen Hoffnung für den Tannengarten.

Trotz des Endes des Pachtvertrages gibt es Hoffnung: „Wir haben gehört, dass die Besitzer in Verhandlungen mit Hacker-Pschorr stehen“, so Klippstädter zur tz. Möglicherweise sei der geplante Neubau mit zu großen Auflagen verbunden. Die tz wollte am Sonntag mehr dazu erfahren: Die Brauerei wollte sich nicht äußern, die Besitzer waren nicht zu erreichen.

J. Welte

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