Ein Sicherheitsrisiko

Hilfe, der Sendlinger Friedhof wuchert zu

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„Hier muss endlich etwas passieren“: Christian Zhutaj sieht in dem hohen Gras am Sendlinger Friedhof auch ein Sicherheitsrisiko.

Der Sommer ist momentan an allen Ecken des altehrwürdigen Sendlinger Friedhofs zu spüren. Und trotzdem sind die Besitzer verärgert: Denn ihr Friedhof verwildert.

München - Der Sommer ist an allen Ecken des altehrwürdigen Sendlinger Friedhofs zu spüren. Die Vögel in den Bäumen singen, die Rosen und Vergissmeinnicht auf den gepflegten Gräbern zeigen ihre Pracht. Und dennoch sind viele Besucher der Anlage hinter hohen Mauern am Harras äußerst erbost. Denn die Grasflächen zwischen den Gräbern wirken von Tag zu Tag ungepflegter. Teilweise sprießt das Unkraut schon über einen halben Meter hoch und verdeckt die Grabpflanzen.

Christian Zhutaj (50) ist stinksauer. „Hier muss endlich etwas passieren. Am Friedhof sollen wieder pietätvolle Zustände einkehren.“ Zhutaj, der selbst das Grab seiner Familie pflegt, hat beobachtet, wie es zu dem „verlotterten“ Zustand der Grasflächen kam. Bisher habe sich ein eigener Angestellter um den Friedhof gekümmert, der stets alles herrichtete. Doch der sei nicht mehr im Einsatz, stattdessen kümmere sich eine Fremdfirma um die Wiesen – beziehungsweise, sie tut das nicht.

Unkraut schießt in die Höhe

„Ein paar Wochen vor Ostern hat die Firma angefangen, zu mähen, aber nur einen Teil geschafft“, erzählt Zhutaj. Seitdem schieße das Unkraut in die Höhe. „Das große Problem sind die Nachsackungen.“ An alten, nicht mehr vergebenen Gräbern sinke die Erde. Und diese Senkgruben sind wegen des Unkrauts nicht mehr zu sehen. „Wenn da ein alter Mensch drüberläuft, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, kann der leicht in die Grube fallen“, warnt der 50-Jährige. „Wenn das kurz vor Torschluss passiert, liegt der über Nacht in dieser Grube.“

Ein weiteres Problem seien die Samen des Unkrauts. „Es gibt ja auch Leute, die weiter weg wohnen und ihr Grab nur alle paar Monate pflegen können. In dieser Zeit machen die Samen das Grab zu einem Unkrautacker.“

Die Verwaltung der Städtischen Friedhöfe München hat mittlerweile auf Christian Zhutajs Beschwerde geantwortet und gibt ihm recht: „Zurzeit entspricht die Rasenmahd nicht unseren Anforderungen.“ Alois Maderspacher, Sprecher des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU) erklärt, dass die Firma, die mit der Mahd beauftragt ist, offenbar „ihrer vertraglichen Verpflichtung“ nicht nachgekommen sei. „Wir arbeiten daran, die Probleme mit der Firma zu beheben“, sagt Maderspacher. „Wir bitten deshalb noch um ein wenig Geduld, bis der Friedhof wieder das gewohnte gepflegte Erscheinungsbild aufweist.“

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