Autobahn Richtung Garmisch

Radler fährt auf A95 und flüchtet in Kiesselbach-Tunnel

Ein 27-Jähriger fährt mit dem Rad auf der Autobahn und flüchtet vor der Polizei sogar in den Luise-Kiesselbach-Tunnel. Als die Beamten ihn endlich stoppen können, rastet er aus. 

Wie die Polizei berichtet, ging die Meldung über einen „Geisterradler“ am Sonntag, 19. Februar 2017, um kurz nach 10 Uhr bei der Einsatzzentrale der Münchner Polizei ein. Auf der A95 nach Garmisch-Partenkirchen auf Höhe der Anschlusstelle Kreuzhof war demnach ein Fahrradfahrer auf dem Seitenstreifen in Richtung München, also in entgegengesetzter Richtung, unterwegs. 

Als die Polizei versuchte, den Mann anzuhalten, flüchtete er mit seinem Fahrrad auf der Autobahn in entgegengesetzter Fahrtrichtung, was eine Verfolgung zunächst unmöglich machte. Er fuhr mitten auf der A95 bis in den Luise-Kiesselbach-Tunnel. Der wurde gesperrt, um eine Gefährdung für den Radfahrer und die restlichen Verkehrsteilnehmer zu minimieren. 

An der Ausfahrt des Luise-Kiesselbach-Tunnels auf der Garmischer Straße konnte die Polizei den Radler dann endlich stoppen. Der Mann, ein 27 Jahre alter Algerier, versuchte, jedoch weiterhin zu fliehen, so dass ihm schließlich Handschellen angelegt werden mussten. Er klagte außerdem über Schmerzen am rechten Bein, eine ärztliche Untersuchung lehnte er aber ab. Während der Festnahme fing der 27-Jährige plötzlich an zu schreien, und sagte auf Englisch, dass er sich umbringen wolle. Deshalb sei er auch auf der Autobahn gefahren. 

Insgesamt wirkte der Algerier, laut Angaben der eingesetzten Polizeibeamten, verwirrt und desorientiert. Sein Fahrrad wurde beschlagnahmt, weil es gestohen war. Den 27-Jährigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Diebstahl eines Fahrrades. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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