Umzug nach Vaterstetten?

Kommentar zum Großmarkt-Streit: Arbeitsplätze in München halten

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Rathaus-Reporter Sascha Karowski. 

Zieht die Großmarkthalle nach Vaterstetten? Seit Wochen schwelt ein Streit um den Münchner Großmarkt. Und dass obwohl eigentlich alle bleiben wollen. Unser Rathaus-Reporter Sascha Karowski kommentiert. 

Europas größter kommunaler Großmarkt liegt zwischen Schäftlarn- und Thalkirchner Straße. An dem Standort in Sendling arbeiten rund 2500 Menschen. Der Großmarkt ist eine Symbiose, es gibt rund 400 Unternehmen, die zum Teil voneinander profitieren. Das gilt auch für die Zulieferer. Blumen, Gemüse, Obst. Einmal hin, alles drin. Dass nun 40 Fruchthändler tatsächlich mit einem Umzug kokettieren, ist aus Sicht der Stadt ärgerlich. Aus Sicht der Unternehmen aber ist es durchaus verständlich, zumindest einen Alternativ-Standort prüfen zu lassen. Zu unsicher scheint die Situation geworden, wenn seit Jahren nur noch Mietverträge über drei Monate abgeschlossen werden. Und natürlich ist es auch eine Möglichkeit, den Druck auf den Stadtrat zu erhöhen, endlich eine Entscheidung zu treffen. 

Ein möglicher Umzug von gerade mal zehn Prozent der Händler darf die Neubau-Pläne nicht ins Wanken bringen. Denn die Betreiber könnten offenbar noch über 5000 Quadratmetern Fläche mehr vermieten, weil die Nachfrage so groß ist. Sicherlich muss die Stadt darauf achten, dass die Kosten überschaubar bleiben. Auch im Sinne der Händler, die nach dem Neubau mit steigenden Mieten zur Kasse gebeten werden. Aber die Stadtpolitik hat auch die Pflicht, 2500 Arbeitsplätze in München zu halten. Und Europas größten kommunalen Großmarkt.

Neubau oder Umzug? Das Gefeilsche um den Großmarkt

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