Nach rund sechs Jahren Bauzeit

Luise-Kiesselbach-Tunnel mit Bürgerfest eröffnet

+
Oberbürgermeister Dieter Reiter gab den Luise-Kiesselbach-Tunnel frei.

München - Nach rund sechsjähriger Bauzeit ist in München der Luise-Kiesselbach-Tunnel eröffnet worden. Minister Joachim Herrmann (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) gaben am Mittag den neuen Tunnel des Mittleren Rings frei.

In seiner Rede lobte Reiter den Tunnel als Investition für die Zukunft. Durch den Bau werde sowohl der Verkehr an der Oberfläche reduziert als auch die Verkehrssicherheit erhöht.

Die Eröffnung wurde mit einem Bürgerfest gefeiert. Die ersten Autos sollen dann am Montag durch den neuen Tunnel rollen. Konkret geht es sogar um zwei Tunnelteile: An den 1,5 Kilometer langen Luise-Kiesselbach-Tunnel schließt sich der 620 Meter lange Heckenstallertunnel an, der ebenfalls neu ist. Beide Bauwerke sollen in der bayerischen Landeshauptstadt die Einmündung der Autobahn München-Garmisch (A95) auf den Mittleren Ring entlasten.

Tunnel-Eröffnung am Luise-Kiesselbach-Platz: Bilder

Tunnel-Eröffnung am Luise-Kiesselbach-Platz: Bilder

Der Tunnel am Kiesselbach-Platz

Die neuen Tunnel am Mittleren Ring im Südwesten Münchens haben fast 400 Millionen Euro gekostet. Für den 1500 Meter langen Luise- Kiesselbach-Tunnel und den 620 Meter langen Heckenstallertunnel wurden 800 000 Kubikmeter Erde ausgehoben, wie das Baureferat berichtete. Knapp 10 100 Bohrpfähle wurden ins Erdreich gedreht, 241 000 Kubikmeter Beton gegossen und 31 000 Tonnen Stahl verbaut.

Für die Stromversorgung und Steuerungstechnik im Tunnel wurden 800 Kilometer Kabel verlegt. 210 Videokameras sorgen für Sicherheit, es gibt 15 Notausgänge an die Oberfläche und 33 Fluchttüren zur benachbarten Röhre. 600 Fluchtwegschilder weisen im Notfall den kürzesten Weg.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare