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1500 Menschen laufen durch den Luise-Kiesselbach-Tunnel

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Ein Bauarbeiter nimmt den letzten Feinschliff am Luise-Kiesselbach-Tunnel vor.

München - Schon bald hat das Verkehrschaos am Luise-Kiesselbach-Platz ein Ende. Denn am 27. Juli wird der Luise-Kiesselbach-Tunnel für den Verkehr freigegeben, nach acht Jahren Bauzeit. Am heutigen Donnerstag wird er aber schon einmal getestet.

Für Pendler, die München täglich mit dem Auto von Norden nach Süden oder umgekehrt über den Mittleren Ring durchqueren müssen, dürfte sich das anfühlen wie Weihnachten und Geburtstag zugleich: Der Luise-Kiesselbach-Tunnel wird am 27. Juli für den Autoverkehr freigegeben. Dann sollen jeden Tag 100.000 Autos durch die 2,8 Kilometer lange Röhre fahren, deren Bau 400 Millionen Euro gekostet hat.

Doch zuvor hat die Stadt München noch ein paar Veranstaltungen geplant: Am heutigen Donnerstag laufen ab 19 Uhr rund 1500 Menschen durch die neue Röhre. Die Stadt veranstaltet einen Stadtlauf. Die Strecke, welche die Läufer absolvieren, ist circa sieben Kilometer lang.

Weitere Infos und Infos zum großen Tunnel-Eröffnungsfest finden Sie in dieser Tabelle.

Donnerstag, 23. Juli Die Stadt München veranstaltet den "Luise-Kiesselbach-Tunnellauf". Die Strecke, welche die Läufer absolvieren, ist rund sieben Kilometer lang. Insgesamt gehen rund 1500 Läufer an den Start. Beginn: 19 Uhr. Die Teilnehmerzahl war begrenzt. Inzwischen gibt es keine Startplätze mehr.
Samstag, 25. Juli Das große Tunnel-Eröffnungsfest geht am Luise-Kiesselbach-Platz über die Bühne. Den ganzen Tag über spielen Münchner Bands und Künstler, darunter etwa Ganslmeier4, Las Paulo & Family, Heischneida oder die Jet Band. Zudem gibt es Informationsstände, Kinderspielaktionen sowie eine Festzelt. Am Nachmittag können Interessierte den Luise-Kiesselbach-Tunnel besichtigen. Dort sind Aktionsstände aufgebaut. Außerdem gibt es eine Ausstellung zum Bauprojekt. Das Bürgerfest startet um 10.30 Uhr. Gegen 11 Uhr geben Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Baureferentin Rosemarie Hingerl den Verkehr für den Tunnel symbolisch frei. Ab 13.35 Uhr kann man den Tunnel besichtigen. Den genauen Programmablauf finden Sie hier.
Montag, 27. Juli Der Tunnel wird in Nordrichtung für den Autoverkehr freigegeben. Wann genau die ersten Autos tatsächlich durch den Luise-Kiesselbach-Tunnel fahren dürfen, ist unklar. Eine Sprecherin aus dem Baureferat sagte: "Der Tunnel wird zum Berufsverkehr am frühen Montagvormittag freigegeben." Eine genaue Uhrzeit konnte sie nicht nennen. Ab Sonntagnacht beginnen letzte Markierungsarbeiten. Wie lange diese genau dauern, könne man nicht sagen.
Dienstag, 28. Juli Der Tunnel wird in Südrichtung für den Verkehr freigegeben.  Die genaue Uhrzeit ist nicht bekannt.

Zahlen zum Tunnel-Projekt:

Für den 1.500 Meter langen Luise-Kiesselbach-Tunnel und den 620 Meter langen Heckenstallertunnel wurden laut dem Baureferat insgesamt 800.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, 10.091 Bohrpfähle ins Erdreich gedreht, 241.000 Kubikmeter Beton gegossen und 31.000 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut. Für die Stromversorgung und Steuerungstechnik im Tunnel wurden 800 Kilometer Kabel verlegt. Für die Sicherheit der Autofahrer sorgen unter anderem 15 Notausgänge an die Oberfläche und 33 Fluchttüren in der Mittelwand zur benachbarten Röhre; 600 Fluchtwegschilder weisen im Notfall den kürzesten Fluchtweg.

Luise-Kiesselbach-Platz: Bilder von der Tunnelbaustelle

rat

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