Über 100 Arbeiter im Einsatz

Mittlerer Ring: Endspurt bei den Tunnel-Baustellen

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Der neue Luise-Kiesselbach-Tunnel: Hier sollen in knapp einem Jahr die Autos rollen.

München - Hier schuften mehr als hundert Arbeiter, damit der Verkehr bald (hoffentlich) reibungslos läuft: Die tz hat die beiden großen Tunnel-Projekte der Stadt am Luise-Kiesselbach-Platz und der Trappentreustraße besucht.

Kosten zusammen: Rund 430 Millionen Euro! Ein Großteil davon fließt in das neue Tunnelsystem am Luise-Kiesselbach-Platz (398,5 Millionen Euro). In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sollen hier die ersten Autos fahren. Projektleiter Johann Wittmann (62) sagt: „Wir sind zeitlich im Soll und werden auch den Kostenrahmen nicht sprengen. Voraus­sichtliches Ende aller Arbeiten ist 2017. Ende nächsten Jahres soll schon der Trappentreutunnel komplett renoviert sein. Die 1983 eröffnete Röhre bekommt derzeit frischen Beton an die Wände und wird mit neuer Technik – etwa einer modernen Brandschutzanlage – ausgestattet (29,2 Millionen Euro).

Luise-Kiesselbach-Tunnel

Das sind die Einfahrts-Schilder: Diese Schilder empfangen die Autofahrer, die zukünftig in den neuen Luise-Kiesselbach-Tunnel fahren. Gut verpackt warten sie momentan in der Röhre noch auf ihren großen Einsatz. tz-Reporterin Ramona Weise hat sie schon mal unter die Lupe genommen. Insgesamt ist das neue Tunnelsystem übrigens satte 2,8 Kilometer lang.

Sie bringen gerade viel Licht ins Dunkel: 120Arbeiter werkeln momentan an dem großen neuen Tunnelsystem der Stadt. Es besteht aus dem Luise-Kiesselbach- und Heckenstallertunnel. „Der Rohbau ist im Wesentlichen abgeschlossen“, sagt Projektleiter Wittmann. Momentan machen die Arbeiter die Verkleidung fest und bringen die Lichter an. Mit der Hebebühne geht’s dafür in luftige Höhe!

Hier rollt in Zukunft der Verkehr: Wervom Heckenstaller- in den Luise-Kiesselbach-Tunnel fährt, muss durch diese Freifläche durch. Auf Holzrollen werden hier momentan noch Kabel für die Tunnel gelagert. Über der Freifläche entsteht eine Brücke für Fußgänger. „Das wird mal der Grabbeweg“, so Projektleiter Wittmann.

In der Betriebsstation: Projektleiter Wittmann zeigt der tz die Betriebsstation des Tunnelsystems. Alles, was mit Technik zu tun hat, ist hier zu finden. Die Station sorgt dafür, dass die Tunnel-Beleuchtung stimmt. Der Strom wird hier eingespeist und die Notstromversorgung geregelt.

Trappentreutunnel

Arbeiten in Münchner Tunneln: Bilder

Arbeiten in Münchner Tunneln: Bilder

Thomas Schober fängt um sieben in der Früh an: 530 Meter ist der Trappentreutunnel lang. Und auf dieser Länge erneuern rund 35 Bauarbeiter auf beiden Seiten den Beton an der Wand. Gestern seit sieben Uhr morgens im Einsatz: Bauarbeiter Thomas Schober. Er transportiert mit dem Stapler Beton zu den Kollegen, die ihn auf der Wand verteilen.

Hier bekommen die Wände ein neues Gesicht: Muckis braucht Vorarbeiter Gerhard Fadinger. Er verteilt den neuen Beton an der Wand. „Seit zwei Monaten arbeite ich hier“, erzählt er. Aufgefrischt werden müssen die Wände, weil sich im alten Beton Salze abgesetzt haben. Sie bringen den Stahl in den Wänden zum Rosten.

Ramona Weise

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