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Eröffnung fiel ins Wasser

Stress statt Strom am Christkindlmarkt: Händler ärgern sich über krasse Panne

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Einsam und verlassen: Für Maroni-Verkäufer Reinhard Schinker war der Montag ein „Tag ohne Geschäft“.

Die Eröffnung des Christkindlmarktes am Harras am Montag ist ins Wasser gefallen. Nicht wegen des nassen Wetters, sondern weil die rund 30 Standlweder Strom noch Wasser hatten. Die Händler sind stocksauer. Wie bereitsin den Vorjahren gibt es harsche Kritik an dem Veranstalter.

Schon in den vergangenen Tagen hatte sich Unmut unter den Standl-Betreibern breitgemacht: „Als wir am Samstag Ware angeliefert haben, lag direkt neben der Bühne eine Gummipuppe und der Veranstalter grinste nur“, ärgert sich einer. „Das ist doch ein Christkindlmarkt!“ Zwei Tage später am Montagmorgen lag die nackte Plastik-Dame noch immer an der Bühne – kurz vor der eigentlichen Markteröffnung.

Doch die fand nicht statt. „Wir haben keinen Strom auf dem ganzen Markt“, erzählt eine genervte Süßwaren-Händlerin. „Und auch das Wasser läuft nicht.“ Warum ist das so? „Weil der Veranstalter den Anschluss zu spät beantragt und wohl nicht gezahlt hat“, schimpft Maroni-Händler Kevin Häusler.

Fehlanzeige im Veranstalterbüro

Wobei schon die Frage, wer der Veranstalter ist, nicht so ganz einfach zu beantworten ist. Thomas Niederreiter, der Veranstalter der vergangenen Jahre, hatte den Markt an seine Bekannte Aileen Schwertfeger übertragen. Das bestätigt auch das Kreisverwaltungsreferat (KVR) auf Anfrage unserer Zeitung. In der Realität tritt Niederreiter aber selber weiter als großer Macher auf dem Markt auf. Auch auf der Internetseite des Marktes ist Niederreiter als Veranstalter aufgeführt. Die dazu angegebene Telefonnummer ist offenbar aber nicht vergeben. Auch im Veranstalterbüro war am Montagnachmittag niemand anzutreffen. Es war darum auch nicht möglich, eine Stellungnahme zu bekommen.

Was tagsüber noch gar nicht so sehr auffiel, war am Abend dann völlig trostlos: Ein Großteil der Standl hatte erst gar nicht geöffnet, andere Buden mit Einbruch der Dunkelheit wieder dicht gemacht. Nur drei hatten sich wohl aus der Nachbarschaft mit langen Kabeln Strom besorgt. „Man muss sich halt auch mal vor Augen führen, wie viele Mitarbeiter wieder nach Hause geschickt werden mussten auf dem ganzen Markt“, ärgert sich Häusler. „Ganz zu schweigen von der Kundschaft.“

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass der Christkindlmarkt am Harras nicht unter dem besten Stern steht: Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen Eklat gegeben, weil dort an einem Stand Spielzeugwaffen verkauft worden waren. Erst nach erheblichem Protest hatte Veranstalter Niederreiter dies unterbunden. Doch damit nicht genug: Es gab Ärger, weil Buden auf Radwegen standen und offenliegende Leitungen zu Stolperfallen wurden. Zudem gab es Klagen über zu laute Musik. Der Sendlinger Bezirksausschuss hatte dem Christkindlmarkt ob der zahlreichen Beschwerden und des wenig professionellen Auftretens des Veranstalters heuer nur sehr missmutig wieder zugestimmt.

Am Montagabend war auf dem Harras zu hören, dass im Laufe des Dienstags das Stromproblem behoben sein soll. Ob dem dann auch so ist, vermochte aber niemand mit Gewissheit zu sagen.

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