Sendlinger Politiker wollen mehr Sammelstellen

Belohnungssystem mit Gutscheinen? Müllproblem an der Isar führt zu kreativen Vorschlägen

In Massen zurückgelassene Glasflaschen sorgen an der Isar immer wieder für Probleme. In Sendling, zu dem der besonders belastete Flaucher gehört, will man die Sache nun aktiv angehen.

München - Im Zuge seiner monatlichen Bürgersprechstunde diskutierte der Bezirksausschuss (BA) über ein mögliches Verbot der Glasflaschen am Fluss und in den öffentlichen Parks der Münchner* Gegend.

Die angeregte Diskussion unter den Vertretern förderte vor allem eine Erkenntnis zu Tage: Ein allgemeingültiges Verbot von Glasflaschen ist in den Augen der BA-Mitglieder kaum umzusetzen, stattdessen sollte der Fokus auf die vermehrte Kontrolle und Anlagenaufsicht gelegt werden, wie Michael Kaiser (CSU) entschieden forderte.

München: Allein ein Glasverbot würde Müllproblem an der Isar nicht lösen

Ein Glasverbot löse auch das allgemeine Müllproblem nicht, stattdessen würden die Besucher Alu- und Plastikflaschen mitnehmen und diese dann im Gegenzug liegen lassen, verdeutlichte Kaiser anschließend. Auch eine vermehrte Aufstellung weiterer Sammel- und Abstellmöglichkeiten, wie man sie auch an anderen Stellen der Isar finde, wurde im BA angeregt diskutiert.

An der Isar bleiben viele Flaschen zurück.

Gerade durch solche Kästen könne ein positiver Anreiz geschaffen werden, befand Jens Erdmann (Bündnis 90/Die Grünen). Zudem käme man so auch Pfandsammlern entgegen, die die Isar zahlreich besuchen. Neben den bekannten Sammelkästen konnte sich Rene Kaiser (FDP) auch Pfandautomaten an den Ufern vorstellen. Diese böten eine direkte Abgabe an und würden diese in Form von Gutscheinen oder ähnlichen Vergünstigungen auch gleich belohnen.

Müllproblem an der Isar: Politiker suchen nach Lösungen

Bevor diese Vorschläge in die Tat umgesetzt werden können, will sich der BA noch um eine Rückmeldung von der zuständigen Wasserwacht bemühen. Lassen sich die Anzahl der gemeldeten Verletzungen mit zerbrochenen Glasflaschen in Verbindung bringen, könnte sich eine Errichtung neuer Sammeleinrichtungen leichter realisieren lassen. Tom Offinger

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